160 Wohnungen neben dem neuen EKZ am Tabor
STEYR. 600 Wohnungen sind derzeit in der Stadt in Bau oder in Planung. Mindestens 160 davon werden am ehemaligen Kasernenareal geschaffen.

Bereits Anfang 2008 wurde das ehemalige Kasernenareal von der Republik Österreich an einen Investor verkauft. Das Ziel, auf dem fast 60.000 m² großen Areal ein Einkaufszentrum (EKZ) zu errichten, konnte allerdings auch sieben Jahre später noch nicht realisiert werden. Das Großprojekt hängt immer noch in der Warteschleife, mit der Sparkasse Oberösterreich ist bisher nur ein Mieter bekannt. Sie will auf zwei Ebenen ein Kompetenzentrum errichten, es soll das dritte Flaggschiff nach Linz und Wels werden. „Wir sind auf Standby und gehen davon aus, dass wir dort im ersten Halbjahr 2017 eröffnen können“, sagt Sparkasse-Vorstand Herbert Walzhofer.
Sehr konkret sind mittlerweile die Pläne für die Wohnraumverbauung am ehemaligen Kasernenareal. Auf rund 20.000 m² sollen mindestens 160 Wohnungen entstehen. Die Verträge dazu sind unterschriftsreif, Bauträger ist die Gesellschaft Neue Heimat, bei der Bürgermeister Gerald Hackl (SPÖ) im Aufsichtsrat sitzt.
Innenstadt stärken
Das Wahlbündnis ÖVP-Bürgerforum setzt sich nach wie vor dafür ein, dass das EKZ am Tabor kleiner als geplant ausfällt. Ende Juni wurde eine Unterschriften-Kampagne zur Stärkung der Innenstadt gestartet. „Nur wer die Innenstadt – unser pulsierendes Herz der Stadt – stärkt, stärkt auch das Leben in unserer Stadt“, betont Vizebürgermeister Gunter Mayrhofer. Ein Zug, auf den auch Bürgermeister Hackl aufspringt. Er sagt den Innenstadtkaufleuten eine zusätzliche Förderung von 50.000 Euro pro Jahr zu. Die Summe wird für den Verein „Steyr lebt“ via Wirtschaftsförderung bereitgestellt. Der Verein kann die Jahressumme nach eigenen Vorstellungen für gemeinschaftliche verkaufsfördernde Werbemaßnahmen verwenden. Einzige formale Voraussetzung: Die konkreten Vorhaben und Projekte müssen im Stadtmarketing-Aufsichtsrat mit den budgetierten Kosten vorgestellt werden. Für Aktivitäten, die noch heuer gesetzt werden, stehen im Topf der Wirtschaftsförderung der Stadt 25.000 Euro zur Verfügung. „Ich habe der Obfrau des Vereins „Steyr lebt“ bereits zu Jahresbeginn eine Zusatzförderung für die Bewerbung der Innenstadt in Aussicht gestellt, bisher ist aber noch kein konkretes Projekt auf dem Tisch“, so Hackl.
Autofreier Stadtplatz
Die Grünen wünschen sich einen autofreien Stadtplatz und werden auch im Wahlkampf dafür eintreten. „Davon sind wir noch ein Stück weg, es gibt keine Mehrheit bei den Innenstadtkaufleuten“, erklärt Bürgermeister Hackl. Der autofreie Stadtplatz sei frühestens mit der Errichtung der Hanggarage Dukartstraße möglich. Diese hängt nach wie vor in der juristischen Warteschleife.


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