Flugzeugabsturz Air Malaysia: Steyrer Forscher gefragt
STEYR. Der in Wien am Naturhistorischen Museum tätige Paläontologe Alexander Lukeneder aus Steyr unterstützt die Ermittlungen rund um die verschollene Maschine MH 370 der Malaysia Airline.

Eine Analyse jenes Wrackteils, das auf der Insel La Réunion im westindischen Ozean entdeckt wurde, soll Licht ins Rätsel um Flug MH 370 bringen. Der gebürtige Steyrer Forscher Lukeneder begutachtete jetzt die Krebstiere auf dem angespülten Flugzeugteil: Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gehen er und Kollegen aus Frankreich, Taiwan und Malaysia davon aus, dass es sich beim Bewuchs um die Art Lepas anatifera (Entenmuschel) handelt. „Diese Art ist leider nahezu kosmopolitisch - sie kommt fast im gesamten Indik, Pazifik und Atlantik vor“, erklärt Lukeneder. Zunächst war die Art Lepas australis vermutet worden, die auf einen möglichen Absturz in australischem Gewässer schließen ließ. Dass es sich nun aber um Entenmuscheln handelt, erschwert die örtliche Eingrenzung des Absturzes erheblich. „Die Größe der „Entenmuscheln“, eigentlich Rankenfußkrebse, zeigt eine Verdriftung von mehr als sechs Monaten an“, so Lukeneder.


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