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STEYR. „Das Virus hat eine Botschaft an die Menschheit“, meint Tips-Leser Rupert Federsel aus Steyr.

Rupert Federsel Foto: kad
Rupert Federsel Foto: kad

„Corona ist unser Feind. Wir werden ihn bekämpfen und besiegen.“ Also sprach die kampfbereite  Verteidigungsministerin. Also auf zum Widerstand und zum Kampf gegen das „böse Virus“.

Nix wird werden, wie es einmal war

Aber so geht das halt nicht. Das Virus hat eine Botschaft an die Menschheit. Das Immunsystem der ganzen Welt ist ruiniert und wir haben es selbst kaputt gemacht. Wir als Menschheit sind pandemisch. Wir haben unsere Mitwelt solange zu Grunde gerichtet, bis sie sich jetzt zu wehren beginnt. Wir vergiften die Flüsse (immer noch!), wir haben die Meere zugemüllt. Wir brandroden die lebenswichtigen Urwälder. Wir vergiften Grundwasser, die Luft und den Boden von Mutter Erde und mit blinder Wut vergiften wie uns täglich ein bisschen mehr. Und da träumen so manche Politiker immer noch: „Es wird schon wieder werden, so wie es vorher war.“ Nix wird werden, so wie es einmal war.

Schubumkehr nötig

Der weltzerstörerische Turbo- und Raubtierkapitalismus braucht eine Schubumkehr, aber eine gewaltlose und friedliche und menschlich solidarische. Wir werden dem Virus mit einem widerstandslosen Integrationsprozess freundlich aber auch ganz klar begegnen und nicht mit einer Haltung der Kampfansage. Auch wenn Niemand weiß, ob das auch möglich ist, probieren müssen wir es wohl. Um nicht missverstanden zu werden: Mir tun das Leid, die Verzweiflung und der Tod so vieler Menschen auch in der Seele weh. Ich glaube an ein Ende von Corona. Niemand ist böse, aber das Virus hat uns was Wichtiges zu sagen, und gemeinsam werden wir es herausfinden bevor es zu spät ist. Das ist meine Wortmeldung und eine Einladung zu einem globalen und friedlichen Dialog. Die Lösung weiß ich ja auch nicht, aber anders denken, anders reden anders glauben und anders leben ist jetzt lebensnotwendig - für uns und für den ganzen Planeten. Und ein paar neue Visionen könnten uns auch nicht schaden.

von Rupert Federsel, Steyr


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