ÖVP Steyr warnt: Tabor wird massiv zugebaut

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Robert Hofer Robert Hofer, Tips Redaktion, 17.03.2021 09:56 Uhr

STEYR. Neben der nunmehr bereits verbauten Solaris-Siedlung sollen weitere 210 Wohneinheiten, mehrere Büros, Geschäfte, ein Hotel und ein Fitnessstudio entstehen. Zusätzlich sind 450 Parkplätze in einer Tief- und Hochgarage geplant.

„Es war damals beim Verkauf des Kasernenareals ein Riesenfehler der Stadt, dieses Areal nicht selbst zu erwerben. So hätte dies zukunftsweisend, mit viel Grünraum und einer Einsatzleitzentrale für alle Blaulichtorganisationen entwickelt werden können“, sagt der Steyrer ÖVP-Fraktionsvorsitzende Markus Spöck.

Große Bebauung geplant

Zwischen dem Einkaufszentrum „Hey“ und der neu entstandenen Solaris-Wohnbebauung soll nun auf der von Quaderna vorhandenen Restfläche der Kaserne nun die nächste große Bebauung erfolgen. Auf dem derzeit noch leerstehenden Areal ist eine weitere Wohnbebauung vorgesehen, ebenso sollen weitere Gastronomie-, Dienstleistungs- und Handelsflächen laut Projektverfasser entwickelt werden. 

„Extrem hohe Dichte“

„Dass bei der Wohnbebauung Gründächer vorgesehen sind, ist zwar grundsätzlich begrüßenswert. Äußerst negativ fällt jedoch auf, dass die Bebauung eine extrem hohe Dichte aufweist“, kritisiert ÖVP-Stadtparteiobfrau Judith Ringer. Mit einer geplanten Baumasse (Bruttogeschoßfläche) von knapp 39.000 Quadratmetern auf einem insgesamt nur 18.384 Quadratmetern großen Planungsgebiet bleibt kaum Platz für Erholungs- oder Grünflächen. Das vom Projektbetreiber genannte „Urban Village“ wird somit fast zur reinen Betonwüste.

„Maß und Ziel“

„Ich vermisse bei dieser sehr großen Wohnanlage einen Spielplatz für Kleinkinder und einen Funcourt für Jugendliche. Und viel mehr Grün, sodass man auch Platz für Ruhe und Erholung zwischen den Bauten finden kann. Auch sollte aufgrund der zu erwartenden weiteren Klimaerwärmung eine entsprechende Baumbepflanzung selbstverständlich sein“, sagt Spöck. Diese massive Überbebauung wird neben den bereits bestehenden und weiteren geplanten Riesen-Betonklötzen dann überhaupt keinen Platz mehr für Grünraum oder Spielplätze zulassen. „Es wird zugepflastert, als gäbe es keinen Morgen danach“, so Spöck. „Mit ein bisschen Maß und Ziel kann ein schöner luftiger urbaner Raum entstehen, wo man nicht gleich beim ersten Mal hinsehen das Gefühl hat, der Projektbetreiber hat nur seine Gewinnmaximierung im Auge.

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