Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

STEYR. Anlässlich der Aktion „16 Tage gegen Gewalt“ zeigt der ÖGB Steyr Wege aus der Gewaltspirale auf.

Barbara Bichler, ÖGB Frauenvorsitzende Steyr (Foto: ÖGB Steyr)
Barbara Bichler, ÖGB Frauenvorsitzende Steyr (Foto: ÖGB Steyr)

Für Gewalt gegen Frauen darf es null Toleranz geben, das gilt auch für das Arbeitsleben. Der ÖGB Steyr will betroffene Frauen ermutigen, das Schweigen zu brechen. Barbara Bichler, Frauenvorsitzende des ÖGB Steyr, macht darauf aufmerksam, dass es auch am Arbeitsplatz besonders Frauen sind, die gefährdet sind, Opfer von Gewalt zu werden. „Auch sexuelle Belästigung, Beschimpfungen, Erpressung oder Einschüchterung ist Gewalt. Es gibt einen Ausweg: Ein erster Schritt kann ein Gespräch mit dem Betriebsrat oder ein Anruf bei der Gewerkschaft sein.“

Besonders gefährdet: Beschäftigte in der Pflege und Betreuung

Pflege- und Betreuungseinrichtungen sowie Krankenhäuser und Rettungsdienste gehören zu jenen Tätigkeitsfeldern, an denen Beschäftigte besonders häufig Gewalt ausgesetzt sind. Arbeit in diesen Bereichen war schon immer emotional und körperlich fordernd. Nun kommt die Ausnahmesituation der Pandemie mit enormem Druck auf die Beschäftigten und massiv verunsicherten Patienten dazu. „Arbeitgeber sind gefordert, gerade jetzt einen wachsamen Blick zu haben und Beschäftigte vor Übergriffen zu schützen“, betont Mario Roitmair, Regionalsekretär des ÖGB Steyr.

Jeder kann aktiv werden

Der ÖGB OÖ ruft zur Zivilcourage auf: Alle seien gefordert, hinzuschauen und einzuschreiten, wenn eine Frau am Arbeitsplatz belästigt, beleidigt oder gar bedroht wird. Jegliches Vorkommen von Gewalt müsse Vorgesetzen oder dem Betriebsrat gemeldet werden. Schon vorbeugend haben Arbeitgeber viele Möglichkeiten, Gewalt am Arbeitsplatz zu vermeiden. „Eine Betriebsvereinbarung mit dem klaren Bekenntnis zu Gewaltfreiheit, eine Anlaufstelle im Betrieb, offene Kommunikationsstrukturen, die Wertschätzung der Beschäftigten, aber auch eine gute Ausleuchtung von Betriebswegen oder Supervisionsangebote können dazu beitragen, dass es gar nicht zu Gewalt am Arbeitsplatz kommt“, so die Frauenvorsitzende.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden