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STEYR. Paul Enzendorfer ärgert sich in seinem Leserbrief über den propagierten „Klimaschutz mit Hausverstand“. Seiner Meinung nach wird von den Politikern nichts gemacht.

 (Foto: Tips)
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Klimaschutz mit Hausverstand“ – „Übersetzung: Wir machen nix – außer populistischen Scheinlösungen“ (Hans Rauscher, DerStandard, 21.07.2022)

Familie Hutsteiner musste ihren Familienurlaub in Italien wegen brennender Wälder, mit Sorge um die Gesundheit ihrer Kinder und großer Bedrücktheit abbrechen. Uns ging es irgendwie ähnlich, allerdings in Österreich. Wir wollten „nur“ auf Kurzurlaub nach Kärnten, mussten aber bereits die Anfahrt unserer Reise wegen Zivilalarms - katastrophal über die Ufer getretene „kleine“ Bäche, mit Vermurungen von Landesstraßen und ganzen Ortsteilen, umgestürzten Bäumen, Starkregen und Hagelschlag - nach einer Irrfahrt von über zwei Stunden und 15 Kilometer vor dem eigentlichen Ziel, gegen Mitternacht in einem fremden Hotel unterbrechen.

Beide Erlebnisse zeigen die weit fortgeschrittene Klimakatastrophe – nicht nur im Süden Europas, sondern bereits direkt in unserer Heimat Österreich. Auch wir wurden in den nächsten beiden Tagen immer wieder mit Sorge aufgeschreckt, durch Gewitterwolken und Sirenenwarnungen, sogar die mittägliche Sirenenprobe am Samstagmittag ließ uns einen besorgten Blick zum Himmel richten – es waren keine schönen Gefühle. Unsere Politiker hingegen propagieren nach wie vor „Klimaschutz mit Hausverstand“ und machen nichts. Allen voran die ÖVP. Und das ist das eigentlich Bedrückende. Die von uns gewählten Politiker wollen offenbar ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen und mit Weitblick gestalten, sondern nur mehr verwalten – damit alles beim Alten bleibt. Was für ein Land – was für Politiker.

von Paul Enzendorfer, Steyr


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