Vorbildwirkung fehlt total
STEYR. Norbert Hüttel aus St. Ulrich kritisiert in seinem Leserbrief, dass Hallenbäder und Eislaufplätze in großen Städten im Vollbetrieb bleiben.

Schlimme Zeiten stehen uns bevor. Wegen der Energiekrise werden viele nicht wissen, wie sie über den Winter kommen. Wir sollen Energie sparen, skurrile Vorschläge gibt es schon; wir sollen weniger duschen und uns mit dem Waschlappen waschen. Die es betrifft brauchen solche Ratschläge nicht, sie sind ohnehin gezwungen nur das Notwendigste zu verbrauchen. Anders geht es nicht, das zeigen auch die zunehmenden Privatkonkurse.
Daher bin ich im höchsten Maße verwundert, wenn Bürgermeister von drei großen oberösterreichischen Städten die Hallenbäder und Eislaufplätze über die Wintermonate in Vollbetrieb laufen lassen wollen (Tips-Artikel).
Nicht nur die Menschen im Land sind betroffen, auch für die Wirtschaft schaut die Situation dramatisch aus. „Sieben Ziegelwerke in Oberösterreich werden stillgelegt“, schreiben die OÖN. Die Firmen sprechen von einer dramatischen Entwicklung und von einer existenzbedrohenden Situation. An die 350 Mitarbeiter wären von den Stilllegungen betroffen und Kündigungen werden befürchtet. In der gesamten Bauwirtschaft gehe es sogar um zigtausende Arbeitsplätze.
Daher verstehe ich als Roter überhaupt nicht, dass große Städte in Oberösterreich so tun, als wäre Energie sparen kein Thema und lassen alles laufen wie in besten Zeiten.
von Norbert Hüttel, St. Ulrich/Steyr


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