Ein Steyrer Müllersohn, der große Karriere machte
STEYR. Ein Abend im Stadtmuseum Steyr widmet sich dem Mediziner Franz Xaver Schwediauer.

Als Sohn einer bürgerlichen Müllermeister-Familie wurde Franz Xaver Schwediauer 1748 in Steyr geboren. Bereits als Kind erfuhr er eine hochwertige Bildung, die ihn bis in die Ritterakademie im Benediktinerstift Kremsmünster führte. 1766 begann Schwediauer ein Medizinstudium an der Universität Wien, das er sechs Jahre später erfolgreich abschloss.
Nach drei Jahren in Wien zog er nach London, wo er eine Arztpraxis eröffnete. Neben seiner Tätigkeit als Mediziner erforschte er die Krankheit Syphilis und erlangte mit einer Studie Weltruhm. Was ihn weiters auszeichnet, sind die Bekanntschaften mit bedeutenden Persönlichkeiten seiner Zeit, darunter der Leibarzt von Maria Theresia, Anton de Haen, in Wien oder dem königlichen Leibarzt John Pringle in London. 1789 übersiedelte er nach Frankreich, wo er 1824 verstarb.
Vortrag am 15. Februar
Bei einem Vortrag am Donnerstag, 15. Februar, um 19 Uhr berichten die Historiker Johannes Seidl und Bruno Schneeweiß über den im 18. Jahrhundert berühmten, heute allerdings kaum jemandem bekannten Mediziner. Der Eintritt ist frei, freiwillige Spenden sind willkommen.


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