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STEYR. Vor 90 Jahren war Steyr ein trauriger Schauplatz des Arbeiteraufstandes.

Das Mahnmal auf der Ennsleite (Foto: Mader)
  1 / 2   Das Mahnmal auf der Ennsleite (Foto: Mader)

Jährlich findet beim Mahnmal in der Wokralstraße im Stadtteil Ennsleite eine Gedenkveranstaltung statt. Heuer wird am Montag, 12. Februar, um 15.30 Uhr auch SPÖ-Bundesparteichef Andreas Babler dabei sein, er wird die Gedenkrede halten.

Kränze, Kerzen und Nelken werden beim Mahnmal abgelegt, ein Ensemble des Musikvereins Gleink sorgt für einen würdigen musikalischen Rahmen. „Anlässlich 90 Jahre Februarkampf 1934 haben wir heuer weitere, besondere Aktivitäten geplant“, sagt SPÖ-Bezirksparteivorsitzende  Katrin Auer. Nach der Kundgebung um 15.30 Uhr ist ab 17 Uhr eine Führung über einen neuen Gedenkweg geplant. Danach findet ab 18.30 Uhr ein Kulturabend mit Lesung und Konzert statt.

Acht Stationen

Der neue Gedenkweg hat acht Stationen und wird um 17 Uhr durch die symbolische Enthüllung der ersten Tafel durch Bürgermeister Markus Vogl beim Februardenkmal eröffnet. Danach gibt es eine kommentierte Führung über den Rundweg durch den Historiker Josef Stockinger. „Auf einer Zeitreise, die auch viel von unserer Gegenwart berichtet, wird auf bebilderten Schautafeln eine einzigartige Aufarbeitung der regionalen Sozialgeschichte gezeigt“, so Stockinger.

Die Zusammenschau erläutert unter anderem die Themenfelder Frieden und soziale Errungenschaften, Sozialdemokratie und demokratisches Lebensgefühl, Arbeiterbewegung unter Druck, Wirtschaftskrise und soziale Lebenswelten sowie die Ereignisse und Folgen des Arbeiteraufstands im Februar 1934. Ergänzt und begleitet sind die Themen durch 16 Podcasts (Audioeinspielungen) mit Hörbildern aus Zeitzeugeninterviews sowie von Lehrerkräften und Schülern der NMS Ennsleite.

Ein kulturelles Abendprogramm ab 18.30 Uhr im JuKuZ Ennsleite (Hafnerstraße 14) bildet den Abschluss des Gedenkens. Mit dabei ist die Nationalrätin und SPÖ-Sprecherin für Erinnerungskultur, Sabine Schatz. Bei dieser Veranstaltung gibt es eine szenische Lesung aus Berichten und Zeitzeugenerinnerungen mit Bernhard Oppl sowie ein Konzert mit „Betty Rossa“. 


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