STEYR-LAND. Im Oktober 2000 öffneten sich die Eingangstüren der Sozialberatungsstellen des Sozialhilfeverbandes Steyr-Land zum ersten Mal. Seitdem kommen jährlich mehr als 1.000 Personen in die Beratungsstellen.

Renate Bachmayr ist seit dem ersten Tag dabei. Sie ist Sozialberaterin der im Bezirksaltenheim Garsten angesiedelten Beratungsstelle. Einmal in der Woche ist sie auch in der Außenstelle im Marktgemeindeamt Weyer und deckt damit das gesamte Ennstal ab. Kann jemand nicht in eine der Beratungsstellen kommen, dann kommt die Sozialberatung auch direkt nach Hause. „Die meisten Beratungsanfragen drehen sich rund um die Pflege alter Menschen, das hat sich in den letzten 25 Jahren auch nicht verändert“, erzählt Bachmayr. Die Anfragen seien aber durchaus komplexer geworden, manche Menschen sind auch fordernder und sehen die Unterstützungsleistungen als selbstverständlich.
Jedenfalls mehr geworden sind Beratungen für Menschen, die ihre Wohnung verlieren und Geldprobleme haben. Brigitte Wörister, Sozialberaterin in der im Bezirksaltenheim Sierning angesiedelten Beratungsstelle, berichtet: „Bei drohendem Wohnungsverlust arbeiten wird mit einem großen Netzwerk zusammen. Dazu gehören das Netzwerk Wohnen, die Gemeinden, oft auch die Kinder- und Jugendhilfe oder andere Stellen der Bezirkshauptmannschaft.“ Wörister ist auch in der Beratungsstelle in Bad Hall tätig. Sie deckt damit den Nordteil von Steyr-Land ab.
„Generell ist die Beratungstätigkeit in vielen Bereichen durch ein großes Netzwerk getragen. Erfahrung ist im Beratungsbereich ein Schlüssel, um gute Lösungen finden zu können“, sagt Bezirkshauptfrau Barbara Spöck, die auch Obfrau des Sozialhilfeverbandes Steyr-Land ist. Gerade bei Handyverträgen, Kaufen auf Leasing, Abos für Handy-Apps und ähnlichen Schuldenfallen gab es in den letzten 25 Jahren viele Veränderungen, die es in den Griff zu bekommen gilt.


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