Pfarrkirchen und seine bewegte Ortsgeschichte
PFARRKIRCHEN. Die Entstehung von Pfarrkirchen bei Bad Hall hängt eng mit der geschichtlichen Entwicklung der Pfarre zusammen. Seit 80 Jahren ist man eine selbständige Gemeinde.

Der Raum des heutigen Pfarrkirchens gehörte Tassilo III., dem Bayernherzog, der im Jahre 777 das Kloster Kremsmünster stiftete.
Ende des 13. Jahrhunderts unterschied man bereits zwischen „Markt Hall“ und „Dorf Hall“. Da im Dorf Hall die Pfarrkirche stand, nannte man den Ort Pfarrkirchen. 1378 tauchte zum ersten Mal der Name Pfarrkirchen bei Hall auf.
Enge Abstimmung
Seit August 1945 wurden von mehreren Männern des Ortes Schritte unternommen, um den im Jahre 1938 nach Bad Hall eingemeindeten Ort Pfarrkirchen wieder selbstständig zu machen.
Am 17. März 1946 wurde über die Abtrennung geheim abgestimmt. Es waren 55 Prozent dafür, 45 Prozent dagegen. Vorerst geschah nichts, eine politische Einigung kam erst einige Monate später zustande. Allerdings gingen die Ortsteile Furtberg, Mengersdorf und Hehenberg verloren und wurden Bad Hall zugesprochen.
Eine nochmalige Abstimmung brachte eine Stimme Mehrheit für die Trennung und so ist Pfarrkirchen bei Bad Hall seit 1.Juli 1946 wieder eine selbstständige Gemeinde. Die neue Gemeindevertretung wählte Alois Fischill zum Bürgermeister, Vizebürgermeister wurde Johann Pürstinger.
Gemeindekanzlei im Gasthof
Als Gemeindekanzlei wurde ein Teil der Kohlenkammer des Gasthofes Mayrbäurl adaptiert. Mit Jahresbeginn 1947 gab es in Pfarrkirchen auch ein eigenes Standesamt. Die Weihe des neuerbauten Gemeindehauses erfolgte am 15. Jänner 1950.








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