Warscheneck: Ruf der Wildnis
SPITAL/STEYR. Am Warscheneckplateau erstreckt sich der größte Lärchen-Zirben-Urwald der Ostalpen. Es ist ein Jahrtausend alter Lebensraum, wo es außer Spuren früherer Almwirtschaft, kaum menschliche Beeinflussung gibt.

Hier gibt es eine Menge zu entdecken: alte, knorrige Bäume, die sich in der kargen Karstlandschaft als wahre Überlebenskünstler erweisen. Totholz, das den Nährboden für andere Lebewesen bereitstellt. Steile, schroffe Felswände und bizarre Karstformationen. Umso erstaunlicher ist daher der floristische Reichtum, der sich trotz der Kargheit der Kalkalpen hier ausbreiten konnte. „Jeder, der dieses Gebiet einmal besucht hat, ist tief beeindruckt“, sagt die Steyrerin Martha Rieß, die als Naturvermittlerin am Sonntag, 5. Juli, durch die Wildnis führt. Während diesem ganztägigen Naturschauspiel erkunden die Teilnehmer auf einsamen Bergpfaden ein Gebiet in einer völlig unerwarteten Dimension. Die Tour ist niemals wirklich steil, doch eine gewisse Grundkondition und Fitness sind schon notwendig für die Teilnahme an dieser Wanderung, die sich über rund zwölf Kilometer Länge und knapp 600 Höhenmeter erstreckt. „Dadurch, dass es so viele botanische und geologische Besonderheiten zu bestaunen gibt, erscheint sie jedoch wenig anstrengend zu sein“, erklärt die Steyrerin Rieß, die selbst oft in der Pyhrn-Priel-Region unterwegs ist.
Treffpunkt zur Wanderung ist am Parkplatz der Wurzeralm-Standseilbahn in Spital/Pyhrn. Infos & Anmeldung:www.naturschauspiel.at
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