„Wie ein Ball mit 100 km/h auf dich zufliegt, kannst du im Wohnzimmer nicht trainieren“
STEYR. Beachvolleyballer Clemens Doppler hatte seine vierten Olympischen Spiele in Folge anvisiert. Im Gespräch mit Tips schildert der 39-Jährige, wie er mit der Verschiebung von Tokio 2020 umgeht.

Erstmals in der Geschichte sind Olympische Spiele verschoben worden, das Großereignis geht nun erst im Sommer 2021 in Szene. „Eine Austragung wäre unpassend, unfair und gefährlich gewesen“, sagt Beachvolleyballer Clemens Doppler, der seine vierte Teilnahme in Folge anvisiert hatte. Mit Partner Alex Horst darf der 39-Jährige nicht trainieren, wann es wieder losgeht, ist nicht abzusehen. „Die Absage des Majors in Wien schmerzt wirklich sehr. Momentan sind im Sommer überhaupt nur noch vier Turniere im Kalender. Aber es ist wohl auch nur eine Frage der Zeit, bis diese abgesagt werden. Von der Motivation her ist es schwierig, wir haben uns mehr als vier Monate vorbereitet“, so der Routinier.
Wien statt China
Ohne Corona-Krise würde Doppler nun auf einer Turnierserie in China unterwegs sein. So verbringt der Steyrer nun viel Zeit mit seiner Familie in der Wohnung in Wien und kann sich Tochter Lilli widmen. Das Heimtraining zieht Doppler so gut wie möglich durch, das Beachvolleyball-Spielgerät fehlt allerdings sehr. „Wie ein Ball mit 100 km/h auf dich zufliegt, kannst du im Wohnzimmer nicht trainieren“, so Doppler. Er geht von einer langen Pause aus. „Es würde micht nicht wundern, wenn wir erst im November wieder die ersten Turniere haben.“


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