Neubauer/Mayrhofer feiern zweiten Saisonsieg
SIERNING. Der Salzburger Hermann Neubauer und seine Sierninger Co-Pilotin Ursula Mayrhofer gewannen den Rallye-Staatsmeisterschaftslauf im Waldviertel und führen die Meisterschaft an.

Den Fans wurde bei der Rallye W4 ein spannendes Duell um den Sieg zwischen den beiden Meisterschaftskonkurrenten Hermann Neubauer und Simon Wagner geboten. Die Vorentscheidung fiel diesmal relativ früh, genauer gesagt auf dem 18,2 Kilometer langen Rundkurs „Manhartsberg“, den Neubauer bei der ersten Durchfahrt am Freitagnachmittag um 7,8 Sekunden schneller absolvierte als Wagner. Und das, obwohl er bei der Zieldurchfahrt einen Dreher fabrizierte, wobei der Spiegel der Lichtschranke beschädigt wurde. Dank der zusätzlichen, manuellen Zeitmessung der Offiziellen war aber rasch klar, dass Neubauers Zeit korrekt und sein Vorsprung nach zwei Prüfungen auf gesamt 9,3 Sekunden angewachsen war.
Dank aller fünf Bestzeiten auf der ersten Etappe verbrachte man die Nacht zum Samstag 13,8 Sekunden in Front. Und dank dreier weiterer Bestzeiten sowie kontrollierter Fahrweise auf der zweiten Etappe durfte das Duo Hermann Neubauer/Ursula Mayrhofer sowie das Team von Kresta Racing nach dem Zieleinlauf in Sankt Leonhard am Hornerwald über den zweiten Saisonsieg mit dem Skoda Fabia Rally2 Evo jubeln.
Protest trübt Stimmung
„Ich bin zwei Jahre keine Schotterrallye gefahren, umso mehr freut mich dieser Sieg“, sagt Neubauer. Doch während sich die beiden Kontrahenten auf der Zielrampe noch Rosen streuten, trübte ein Protest kurz danach Siegesfreude und Partystimmung. „Simon hat nach dem Ende der Rallye Protest eingelegt, weil meine Zeit auf SP2 angeblich nicht korrekt war. Es war aber von vornherein klar, dass die Zeit stimmt, schließlich hatte der Sachrichter das protokolliert und mittels Unterschrift bestätigt. Ich bin sehr enttäuscht. Nicht, weil wir wegen sowas bis 22 Uhr in der Rallyeleitung hocken, sondern vor allem menschlich. Ich habe die letzten Jahre des Öfteren knapp verloren, einmal wegen einer einzigen Zehntelsekunde. Aber mir wäre nie in den Sinn gekommen, durch einen Protest zu gewinnen, obwohl wir da noch nicht einmal Markenkollegen waren. Ich hoffe, das war ein einmaliger Ausrutscher“, so Neubauer.


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