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STEYR. In gut zwei Monaten beginnen die Olympischen Sommerspiele in Paris, für einige Sportler aus der Region könnte sich der Traum einer Teilnahme erfüllen.

Gregor Mühlberger ist amtierender Staatsmeister auf der Straße. Seit 2021 fährt der Radprofi für das spanische Movistar-Team. (Foto: Reinhard Eisenbauer)

Vor drei Jahren in Tokio war mit Rad-Ass Gregor Mühlberger aus Haidershofen ein Sportler aus der Region Steyr im Zeichen der fünf olympischen Ringe aktiv. Er hatte Pech, kam nach 70 Kilometern im Straßenrennen zu Sturz, kämpfte sich mit Abschürfungen und einer Verletzung am Handgelenk auf Platz 70 ins Ziel. „Hoffentlich gibt es noch einmal Olympische Spiele für mich, vielleicht in Paris“, sagte der heute 30-Jährige damals. Das olympische Straßenrennen findet am3. August statt, Österreich hat nur zwei Quotenplätze. Wer diese bekommt, steht noch nicht fest.

Reiten vor Schloss Versailles

Victoria Max-Theurer (38) war schon in Athen (2004), Peking (2008), London (2012) und Rio (2016) bei den Olympischen Spielen aktiv, 2021 reiste Österreichs langjährige Nummer eins im Dressursport zum fünften Mal zu den Spielen. Dort konnte sie aber nicht starten, weil ihr Pferd Abegglen erkrankte. Für Paris ist die Tochter von Olympiasiegerin Elisabeth Max-Theurer erneut qualifiziert. „Vor der historischen Kulisse von Schloss Versailles reiten zu dürfen, wird einzigartig“, sagt die 38-Jährige.

Historische Chance

Auf ihre erste Olympia-Teilnahme hofft Springreiterin Alessandra Reich vom URC Waldneukirchen. Sie holte im Vorjahr mit Österreichs Team überraschend Bronze bei der Europameisterschaft in Mailand. „Ich bekomme heute noch Gänsehaut, wenn ich an den Moment denke, als mir Teamkollege Max Kühner vor dem Einritt zugerufen hat, dass wir Bronze holen können“, erzählt die 27-Jährige. Sie und ihr Sportpartner Oeli R hielten dem Druck Stand und sicherten mit nur einem Abwurf den dritten Platz für Österreich. Wer in Paris für das Team reitet, ist noch nicht fixiert. Reich könnte aber ebenso wie Teamkollegin Katharina Rhomberg Österreichs erste Frau im Springreitsattel bei Olympischen Spielen werden.

Reich wurde in Hannover geboren, wuchs in Vorarlberg und der Schweiz auf. Sie trainiert im Unterallgäu in Deutschland, geht aber für den URC Waldneukirchen an den Start. „Der Verein und das Gestüt Frech unterstützen mich auf all meinen Wegen“, erklärt die 27-Jährige.

Mehr lesen: Der URC Waldneukirchen und die Olympischen Spiele in Paris

Olympisches Fußballturnier

Der Steyrer Fußballer Thomas Jungbauer (18) qualifizierte sich mit der Dominikanischen Republik für die Olympischen Spiele, ob der Legionär von Dynamo Budweis tatsächlich nominiert wird, steht noch nicht fest.

Paris kommt zu früh

Die Ternberger Carina Klaus-Sternwieser (19; Askö Reichraming) und Daniel Leutgeb (23; LZ Wels) gelten als große Judo-Hoffnungen in Österreich, waren bereits auf der World-Tour und bei der Europameisterschaft im Einsatz. Die Olympischen Spiele in Paris kommen für sie zu früh. Beide streben eine Teilnahme in vier Jahren in Los Angeles an.

Die Olympischen Sommerspiele in Paris finden von 26. Juli bis 11. August statt. 10.500 Sportler werden dabei sein.


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