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STEYR/STEYR-LAND. In einem Monat werden nicht nur Landtag und Gemeinderäte gewählt, sondern auch die Bürgermeister. Die ÖVP hält in der Region Steyr bei 15 Ortschefs, die SPÖ bei sechs. Doch auch FPÖ, Grüne und das BZÖ rechnen sich am 27. September Chancen auf einen Bürgermeistersessel aus.
 

Zwei Bürgermeister, die in ihren Gemeinden fest im Sattel sitzen: Siernings Manfred Kalchmair (links; SPÖ) und Schiedlbergs Johann Singer (ÖVP) erreichten bei der Direktwahl 2009 (jeweils ein Gegenkandidat) 86 bzw. 87 Prozent der Stimmen. Foto: Kainrath

In Steyr hat der amtierende Bürgermeister Gerald Hackl zwar zahlreiche Konkurrenten, die Wiederwahl des SPÖ-Stadtchefs gilt dennoch als sicher. Vor sechs Jahren erreichte er bei der Direktwahl 60 Prozent der Stimmen. Auch heuer sollte es bereits im ersten Wahlgang für Hackl reichen. „Es wird aber nicht leichter wenn man schon sechs Jahre im Amt ist, weil man oft Nein sagen muss“, so Hackl.

Vier Frauen kandidieren

Rund 60 Kandidaten bewerben sich in den 21 Gemeinden um einen Bürgermeistersessel, nur vier davon sind Frauen. In St. Ulrich hat Annemarie Wolfsjäger (ÖVP) im April das Amt von Maria Theresia Traunik übernommen und nun auch gute Chancen sich bei der Direktwahl am 27. September durchzusetzen. Parteikollegin Irene Moser tritt in Sierning gegen Manfred Kalchmair (SPÖ) an, der 2009 mit 86 Prozent Zustimmung zum Bürgermeister gewählt wurde. In Adlwang rittert Erika Bohn (SPÖ) mit Amtshinhaber Karl Mayr (ÖVP) und Alois Baldinger (FPÖ) um den Bürgermeistersessel. Für die Neos kandidiert Nina Spale in Garsten. Die pinke Partei stellt mit dem 26-jährigen Pit Freisais in Steyr übrigens den jüngsten Bürgermeister-Kandidaten.

Seit 30 Jahren Ortschef

Günther Kellnreitner (ÖVP) ist seit 1985 Bürgermeister in Gaflenz und damit der längstdienende Ortschef in Oberösterreich. „Ich bin weiterhin voll motiviert“, sagt der 65-Jährige, dem weitere sechs Jahre Amtszeit sicher sind. Denn wie seine Parteikollegen Karl Zeilermayr (Losenstein), Josef Gsöllpointner (Laussa), Ulrich Flotzinger (Rohr) und Johann Singer (Schiedlberg) ist er am

27. September ohne Gegenkandidat. „Die Leute sind mit meiner Arbeit zufrieden“, sagt Kellnreitner, der ausschließt, im Jahr 2021 nocheinmal für das Bürgermeisteramt zu kandidieren.

Spannung in Bad Hall

Eine spannende Bürgermeister-Wahl ist in Bad Hall zu erwarten. Amtsinhaber Bernhard Ruf (ÖVP) hat nicht nur SPÖ-Kandidat Alfred Gassner als Herausforderer. Auch der ehemalige Vizebürgermeister Walter Rauch tritt mit seiner Bürgerliste an, zudem stellen die FPÖ mit Mario Gubesch und das BZÖ mit Ernst Ohler einen Bürgermeisterkandidaten, womit eine Stichwahl sehr wahrscheinlich wird.

Sollte keiner der Kandidaten am 27. September über 50 Prozent der Stimmen erhalten, kommt es zwischen den zwei stimmenstärksten zu einer Stichwahl. „Da werden dann die Karten neu gemischt“, sagt Lukas Reiter, der sich in Dietach Chancen ausrechnet, erster Grüner Bürgermeister im Bezirk zu werden.


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