Grenzen überwinden – vor allem die im Kopf
STEYR. Vier Regionen und die Stadt Steyr stellen sich über drei Jahre hinweg die Frage: Was macht die Natur der Innovation aus? Und sie wollen Antworten geben: mit konkreten Projekten, die gemeinsam mit Akteuren aus der Region erarbeitet werden.

Die Leader-Regionen Nationalpark Kalkalpen, Traunviertler Alpenvorland, Linz-Land und die Stadt Steyr beteiligen sich an dem Innovationsprozess, bis 2018 sollen in der Gesamtregion innovative Zukunftsprojekte bis zur Umsetzungsreife entwickelt werden. „Die thematischen Vorgaben haben wir bewusst breit definiert. Wirtschaft und Tourismus, die Entwicklung der Stadt und des ländlichen Raums stehen im Fokus“, sagt Andreas Kupfer, einer der Initiatoren von „Nature of Innovation“. Der demografische Wandel, die Probleme in der Nahversorgung, die Herausforderungen für die Landwirtschaft oder die Digitalisierung werden thematisiert. „Herausforderungen für den ländlichen Raum und die Stadt Steyr zugleich. Unser Ziel ist es einerseits die Innovationskultur in der Region zu heben und andererseits konkrete Umsetzungsprojekte zu entwickeln“, betont Kupfer.
„Nichts wird von oben herab entschieden“
Die einzelnen Projekte für den Innovationsprozess sollen bis Februar 2017 ausgewählt werden. Projektträger ist der Verein FAZAT, der mit Steyr 2030 einen ersten erfolgreichen Schritt in Richtung Open Innovation gesetzt hat. „Es soll nichts von oben herab entschieden werden. Wir wollen nicht nur die Grenzen zwischen Gemeinden und Bezirken überwinden, sondern auch die im Denken“, sagt FAZAT-Geschäftsführer Walter Ortner.
Auftakt in Kremsmünster
Der Startschuss erfolgt am Samstag, 24. September, um 14 Uhr im Stift Kremsmünster. „Nature of Innovation“ stellt sich vor – in geselligem und unkonventionellem Rahmen. So wird der Schriftsteller Thomas Arzt ein „Plädoyer für Zwischenräume“ halten, der Innovationsexperte Oliver Kempkens die Methode „Design Thinking“ vorstellen und die Physikerin Ille Gebeshuber aktuelle Forschungsarbeiten zu Bionik vorstellen. Die Veranstaltung ist offen zugänglich und kostenlos. Weitere Infos: www.nature-of-innovation.at


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