„Denkzettel für Verkehrspolitik“
STEYR. Aus Klimaschutzgründen hat das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) eine dritte Start- und Landebahn am Flughafen Wien-Schwechat abgelehnt. Das Urteil gibt den Gegnern der Steyrer Westspange Aufwind.

„Die höchstgerichtliche Entscheidung in Wien ist ein klares Signal des Sieges der Vernunft über die Interessen einer kurzfristig agierenden Verkehrswirtschaft“, sagt der pensionierte Universitätsprofessor für Fahrzeugtechnik Wolfgang Hirschberg aus St. Ulrich. „Der Flugverkehr wird bislang viel zu wenig in die Maßnahmen zum Klimaschutz miteinbezogen. Die Sinnhaftigkeit heutiger Verkehrssysteme ist zu hinterfragen“, betont Hirschberg, der die Bürgerinitiative „Grüngürtel statt Westspange“ in Steyr unterstützt.
Baubeginn soll spätestens 2021 sein
Das zweite schwerwiegende Argument der Höchstrichter gegen den Bau der dritten Piste am Wiener Flughafen war die Vernichtung von Agrarfläche. „Dieses Urteil – das auch ein Denkzettel für die Steyrer Verkehrspolitik ist – bestätigt uns darin, dass wir uns noch intensiver für eine intelligente Mobilitätspolitik einsetzen“, sagt Alfred Rieger, Sprecher der Bürgerinitiative. „Die Verantwortung für unser Klima, das heißt für die Menschen selbst, verlangt von Steyr die Ablehnung der Westspange“, so Rieger. Die Steyrer Politik spricht sich mit großer Mehrheit für die 4,2 Kilometer lange Straße aus. Baubeginn soll spätestens 2021 sein.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden