NS-Gedankengut: MAN Steyr trennt sich von drei Mitarbeitern
STEYR. Nach dem Auftauchen von „braunen Flecken“im Werk des Lkw-Herstellers MAN in Steyr hat sich das Unternehmen von drei darin verwickelten Mitarbeitern getrennt. Ihre Arbeitsverhältnisse wurden einvernehmlich aufgelöst.

Laut „Oberösterreichischen Nachrichten“ gab es Gerüchte, wonach sich Mitarbeiter auf dem Werksgelände mit dem Hitlergruß begrüßt hätten. Auch Nazilieder seien gesungen beziehungsweise auf Datenträgern ins Werk gebracht und am Arbeitsplatz gehört worden, heißt es. Das habe die Geschäftsführung nicht toleriert. Die Dienstverhältnisse von drei Mitarbeitern seien einvernehmlich aufgelöst worden. Für einen Vorgesetzten, der von den Vorfällen gewusst haben dürfte, habe es disziplinarische Maßnahmen gegeben.
„Kein Kommentar“
Die Firma äußerte sich gegenüber der Zeitung nur mit einem offiziellen Statement des Geschäftsführers Personal Karl-HeinzRauscher: „Zu personalpolitischen beziehungsweise disziplinarischen Einzelmaßnahmen geben wir grundsätzlich keinen Kommentar ab.“Unternehmenssprecherin Birgit Pfefferl wird zitiert, vom Hitlergruß wisse sie zwar, dass auch Nazilieder gesungen worden seien, könne sie aber nicht bestätigen.
Persönliche Gründe
Auch Arbeiterbetriebsrat Erich Schwarz sagte mit dem Hinweis auf die Verschwiegenheitspflicht gar nichts, außer: „Es hat keine Kündigungen gegeben, sondern nur drei einvernehmliche Vertragsauflösungen aus persönlichen Gründen.“ Braunes Gedankengut habe bei MAN jedenfalls nichts verloren, so der Belegschaftsvertreter. (APA)


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