Erste Terrawattstunde umweltfreundlicher Energie in Steyr hergestellt

Daniel Leitner Daniel Leitner, Tips Redaktion, 10.09.2019 18:30 Uhr

BEHAMBERG/STEYR. Nach Erreichen der ersten Terrawattstunde an Öko-Energie-Erzeugung erhielten Steyr und Behamberg eine Auszeichnung von der Energie AG und der EVN.

Seit 2013 wird im Biomasseheizkraftwerk Steyr/Ramingdorf umweltfreundliche und erneuerbare Energie hergestellt. Nun wurde die Grenze der ersten Terrawattstunde geknackt. Diese Terrawattstunde Naturwärme und Ökostrom, also 1 Milliarde Kilowattstunden, entsprechen rund 3 Prozent des jährlichen elektrischen Nutzenergiebedarfs in Österreich. Die Stadt Steyr und die Gemeinde Behamberg wurden für diesen Beitrag symbolisch ausgezeichnet. 

Versorgung der Region

Das rund elf Kilometer lange Fernwärmeleitungsnetz versorgt die Region mit Wärme und Strom aus Biomasse. Das Kraftwerk liefert über 8.000 Haushalten und Betrieben umweltfreundliche, erneuerbare und CO2-neutrale Wärme zum Heizen und versorgt Industrie- und Gewerbebetriebe mit Prozesswärme. Mit der erzeugten Menge Strom von rund 40 Millionen Kilowattstunden kann zusätzlich der Jahresstrombedarf von 12.000 Haushalten mit fast 30.000 Einwohnern gedeckt werden .„Das Angebot von sauberer Energie hat für einen Industriestandort wie Steyr große Bedeutung. Grüne Energie ist nicht nur für die Steyrer Wohnbauten wichtig, sondern auch für einen Weltkonzern wie z.B. BMW ein wichtiger Standortfaktor“, so der Steyrer Bürgermeister Gerald Hackl.

Technologie hinter dem Werk 

Die hochmoderne Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage ist das Geheimnis hinter der sauberen Energiegewinnung. Hierbei wird Wärme und Strom gleichzeitig erzeugt. Bei Verbrennung der Biomasse wird Dampf zum Antrieb einer Dampfturbine erzeugt, die wiederum den Generator zur Stromerzeugung antreibt. Die beim Prozess entstehende Abwärme wird für das Erhitzen des Wassers im Fernwärmenetz genutzt. Für die erforderliche Biomasse wird überwiegend Waldhackgut aus den heimischen Wäldern verwendet. Damit legt man auch Wert auf die regionale Wertschöpfung und die Nachhaltigkeit des Stoffes. Neben einer bedeutenden CO2-Einsparung (bereits 300.000 Tonnen CO2, 50.000 Tonnen pro Jahr) trägt dieses System auch zur Verbesserung der Luftqualität in Steyr bei.

Stimmen zum Projekt

„Der Ausbau des Fernwärmenetzes in Steyr war sehr erfolgreich und der Ausbau geht mit voller Kraft weiter. Die Nachfrage der Kunden ist ungebrochen und wir erweitern jedes Jahr das Fernwärmenetz. Klimafreundlichkeit, Umweltschutz und die hohe Sicherheit, die Fernwärme bietet, sind die Argumente, die auch unsere Kunden überzeugen“, erklärt Fernwärme Steyr Geschäftsführer Wolfgang Baumgartner. Weiters heißt es, dass sich viele Einwohner bereits aktiv am Klimaschutz beteiligen wollen und sich daher für die umweltfreundliche Naturwärme entscheiden. „Beispielweise kann jemand die klimaschädliche Wirkung der Urlaubsreise mit seinem Partner nach Australien dadurch kompensieren, dass sie fünf Jahre nicht das benzinangetriebene Auto nutzen oder alternativ sieben Jahre mit Naturwärme statt mit Öl oder Gas heizen“, rechnet Geschäftsführer der Bioenergie Steyr Andreas Oberhammer vor.

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