88 Euro vor Gericht eingeklagt
STEYR. Die Arbeiterkammer (AK) vertritt in der Region 39.593 Mitglieder – und für diese wurden im Vorjahr 7,67 Millionen Euro erstritten.

„Noch haben wir in der Region Hochkonjunktur“, sagt Steyrs AK-Leiter Gerhard Klinger. Ein Großteil der Ratsuchenden kommt aus Steyr und Steyr-Land, aber auch Pendler aus den Bezirken Amstetten, Linz-Land und Kirchdorf werden von Klinger und seinem Team beraten.
Lohn, Gehalt, Überstunden
„90 Prozent der Firmen, die negativ auffallen, haben keinen Betriebsrat“, betont der AK-Leiter. Immer wieder haben Klinger und seine Kollegen mit Problemen rund um Lohn, Gehalt oder Überstundenauszahlungen zu tun. Um riesige Summen geht es meist, wenn Firmen in die Pleite schlittern. Ende 2018 war dies etwa bei Steyr Motors mit 162 Beschäftigten der Fall, in der Bilanz schlägt diese Insolvenz auch 2019 stark zu Buche. Um hohe Beträge wird vielfach auch bei Pensionsansprüchen und Pflegegeld gestritten.
Falsch eingestuft
Der niedrigste erkämpfte Betrag lag 2019 bei 36,60 Euro, es ging um eine Nachtzulage im Fleischergewerbe. Während man hier eine außergerichtliche Einigung schaffte, ließ sich eine andere Firma wegen 88 Euro klagen – und musste zahlen. In diesem Fall war eine Frau nur einen Tag für ein Handelsunternehmen tätig und wurde falsch eingestuft.


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