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Zwölf Männer, die im Kampf für Demokratie und Freiheit ihr Leben ließen

Robert Hofer, 14.02.2021 06:17

STEYR. Das traditionelle Februargedenken in Steyr fand im Stadtteil Ennsleite statt.

Franz Weiss stellte die Gedenk-Kerze für seinen Vater, Johann Weiss, ab. Foto: Mader
  1 / 2   Franz Weiss stellte die Gedenk-Kerze für seinen Vater, Johann Weiss, ab. Foto: Mader

„Diesmal standen besonders jene zwölf Männer im Mittelpunkt, die 1934 ihr Leben im Kampf für Demokratie und Freiheit lassen mussten“, sagt SPÖ-Vizebürgermeister Markus Vogl, „darunter Johann Weiss, der Vater unseres Bürgermeisters in Ruhe Franz Weiss. Wir wollen damit die Opfer und die schrecklichen Ereignisse wieder ins Gedächtnis rufen, damit nie wieder die fundamentalen Werte der Demokratie und die Rechte der Arbeitnehmer durch totalitäre Entwicklungen gefährdet werden.“

Zentrum des Aufstandes

Zusätzlich zur Kranzniederlegung wurden für die zwölf Gefallenen namentlich beschriftete Kerzen und je eine rote Nelke abgelegt. SPÖ-Bezirksparteivorsitzender Andreas Brich betonte, dass die Ennsleite, „dieser Stadtteil, in dem ich aufgewachsen bin, ein Zentrum des Arbeiteraufstandes von 1934 war.“ Brich weiter: „Ich meine, die Erinnerung an diese Ereignisse muss jedenfalls einen wesentlichen Platz in unserer Gedenkkultur haben, das haben wir heute wieder bewiesen.“

Die Namen der zwölf bei den Februarkämpfen 1934 gefallenen bzw. hingerichteten Männer:

Josef Ahrer (25), hingerichtet am 17. Februar 1934

Hans Buchmayr (26), Gustav Hilber (25), Karl Hawlicek (49) - alle drei gefallen während eines Artilleriebeschusses am 13. Februar 1934.

Heinrich Maurer (19), am 14. Februar 1934 durch ein Fenster erschossen.

Rudolf Meierzedt (31), erschossen am 13. Februar 1934.

Alfred Predl, er erlag einem Schuss in die Halswirbel am 17. Februar 1934.

Ferdinand Pessl (42), er wurde am 13. Februar 1934 an der Christkindl-Leite erschossen. 

Alois Schöppl (40), erschossen aufgefunden am 13. Februar 1934 an der Taborleite.

Alois Seitlinger (47), er fiel im Kampf auf der Ennsleite am 13. Februar 1934.

Franz Valenta (52) erlitt einen Lungenschuss und starb am 1. Juli 1934.

Johann Weiss (49), starb nach einem Schuss in den Rücken in Linz am 14. Februar 1934.


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