Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

STEYR. Schon bald wird einer der beiden Industrie-Schlote der ehemaligen Steyrer Werke abgetragen. Jürgen Hutsteiner meint in seinem Leserbrief, dass Steyr neue Symbole braucht.

Der 106 Jahre alte Schlot, auf dem Bild links, wird abgetragen. (Foto: rh)
Der 106 Jahre alte Schlot, auf dem Bild links, wird abgetragen. (Foto: rh)

In nächster Zeit muss einer der beiden Schlote am Gelände der ehemaligen Steyrer Werke abgetragen werden. Viele Steyrer finden das traurig, weil diese Schlote das Bild von ihrem Steyr prägten. Ich verstehe diese Trauer, aber so manche Reaktion verstehe ich nicht. Da wird geschimpft, warum nicht um jedes Geld der Welt dieser Schlot gerettet wird. Da wird verglichen, dass man stattdessen auf dies und das verzichten soll - Hauptsache dieser Schlot bleibt stehen. 

Ich sehe das etwas anders. Dieser Schlot ist für mich ein Symbol einer alten, fossilen Zeit. Diese Zeit, in der Kohle, Öl und Gas verbrannt wurden, um unseren Wohlstand zu mehren, geht zu Ende. Und wenn jetzt einer der Schlote gehen muss, dann nehmen wir bitte dieses Ende des Schlotes als Symbol für das Ende dieser alten (guten) Zeit.

Stattdessen brauchen wir neue Symbole. Es gibt neue Türme, die uns Wohlstand und warme Stuben bringen. Bauen wir diese Türme, um uns in bessere Zeiten zu bringen! Bauen wir Windräder und genießen jede Umdrehung, weil sie uns weg bringt, von der alten Zeit und hin in eine saubere, wohlriechende und gesunde neue Welt.

Kämpfen wir gemeinsam für diese Türme! Denn so wird die Region Steyr und wir, die hier wohnen, eine bessere Zukunft haben.

von Jürgen Hutsteiner, SteyrTips-Artikel zum Abtrag des Industrie-Schlots


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden

Antworten
Hermann P.
Hermann P.
09.03.2023 12:26

Mach mit im Energiewandel

Jede Stadt braucht Symbole. Steyr als Industriestadt braucht Strom, die wie J.Hutsteiner schreibt von Windrädern erzeugt werden könnte. Und dem Bewohner der Stadt ist damit zweimal gedient, als Symbol für den Wandel und als gelieferte Energie! Und dazu muss der Steyrer Bewohner nicht einmal sein eigenes Geld in die Hand nehmen.