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STEYRLING. Die Bergrettung suchte zwei Tage nach einem 53-Jährigen aus dem Bezirk Braunau, nachdem dieser im Brunnental in der Steyrling (Gemeinde Klaus) vom Weg abgekommen war.

Foto: Christian Kerbl
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Der Bergsteiger wollte zu Fuß zu den Ödseen, in der Nachbargemeinde Grünau im Almtal wandern. Da er dazu, wie sich später herausstellte, jedoch einen falschen Einstieg wählte und in der Folge in unwegsames, wegloses Gelände gelangte, wählte er bei einbrechender Dunkelheit und aufkommendem Regen den Alpin-Notruf 140. Seine primäre Sorge zu diesem Zeitpunkt war, dass er am nächsten Tag vermutlich nicht rechtzeitig zur Arbeit wird kommen können, weshalb er die Disponentin bat seinen Arbeitgeber zu informieren. Daraufhin wurde eine großangelegte Suchaktion eingeleitet. Zu diesem Zeitpunkt war der Vermisste nicht mehr telefonisch erreichbar, da der Akku seines Handys leer war.

Suche in der Nacht abgebrochen

Mitglieder der Bergrettung Steyrling, Kirchdorf und Grünau im Almtal suchten das riesige, steile und dicht bewaldete Gebiet nördlich des Großen Priel-Gebirgsstockes ab. Eine Hubschrauberunterstützung war aufgrund der aufkommenden Dunkelheit nicht mehr möglich. Gegen 2 Uhr früh musste die Suche vorläufig eingestellt und am darauffolgenden Tag fortgesetzt werden.

Zwei Hubschrauber der Flugpolizei und ein Hubschrauber des Österreichischen Bundesheeres im Einsatz

Dabei wurde die Bergrettung von zwei Hubschraubern der Flugpolizei und einem Hubschrauber des Österreichischen Bundesheeres unterstützt. Zudem waren drei Hunde der Hundestaffel der oberösterreichischen Bergrettung im Einsatz. Die Feuerwehr Steyrling unterstützte die Suche ebenfalls tatkräftig. In Summe waren 50 Personen an diesem Einsatz beteiligt.

Vermisster war dehydriert, durchnässt, unterkühlt und hatte Abschürfungen

Um 12.30 Uhr konnte der Vermisste schließlich von einem Suchtrupp der Bergrettung Steyrling auf einer Seehöhe von 1.400 Metern im hochalpinen, unwegsamen Gelände gefunden werden. Der 53-Jährige war trotz der regnerischen, kalten Nacht, die er unter einem Felsen verbrachte, und seiner anstrengenden Bemühungen den Weg zurück zu finden in relativ guter Verfassung. Er war jedoch dehydriert, durchnässt, unterkühlt und hatte Abschürfungen an den Beinen. Er wurde vom Polizeihubschrauber mittels Taubergung gerettet und ins Tal geflogen, von wo aus er in das Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf gebracht wurde.

Herausfordernder Einsatz für die Einsatzkräfte

Der Einsatz gestaltete sich für die Einsatzkräfte als sehr herausfordernd. Zunächst ist eine Suche in einem so großen Gebiet, ohne nähere konkrete Anhaltspunkte zum Aufenthalt des Vermissten, organisatorisch schwierig umzusetzen. Die lange Suche bei Regen in der Nacht und am Folgetag im schwierigen Gelände mit teils undurchdringlichem Dickicht und absturzgefährdeten Hängen und Rinnen brachte die Retter an die Grenzen ihrer physischen Belastbarkeit. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Einsatzeinheiten funktionierte jedoch einwandfrei. Nur so war der Einsatz auch von Erfolg gekrönt. Der neue digitale Funk wurde dabei ebenfalls erfolgreich genutzt.

Zusammenspiel der Bergrettung mit den Hubschraubern von Polizei und Bundesheer funktionierte einwandfrei

Einsatzleiter Bergrettung Steyrling, Thomas Tatschl: „Es war großartig zu sehen, wie alle im Einsatz befindlichen Kräften unermüdlich ihr absolut Bestes gaben und wir so den Vermissten rechtzeitig finden konnten. Das Zusammenspiel der Bergrettung mit den Hubschraubern von Polizei und Bundesheer funktionierte, auch aufgrund vorangegangener Einsatzübungen, einwandfrei.“


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