Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Die faszinierende Welt der Fotografie: Sonderausstellung in Taufkirchens Museum in der Schule

Alexandra Dick, 20.04.2017 12:00

TAUFKIRCHEN/PRAM. Bitte lächeln. In Österreichs einzigem Museum in der Schule sind rund 300 Kameras auf die neugierigen Besucher gerichtet. Bei der einzigartigen Kamera-Ausstellung im Taufkirchner Schulzentrum dreht sich alles um die Entwicklung der Fotografie von ihren Anfängen bis heute.

  1 / 22   Adolf Spitzenberger, Obmann des Museumsvereins, und sein Stellvertreter Schuldirektor Josef Kurz mit einer Studiokamera von 1890 Foto: Dick

Ein Gefühl von Nostalgie macht sich beim Betreten der Ausstellung im Museum in der Schule breit. Viele der 350 Exponate, davon rund 300 Kameras, wecken Kindheitserinnerungen. Es ist noch gar nicht lange her, da hat man noch einen Blitzwürfel auf den Fotoapparat gesteckt und eine Filmrolle eingelegt. „Analoge Fotografie kennen die Kinder heute kaum noch“, erzählt Josef Kurz, einer der beiden Kuratoren von Oberösterreichs größter Kamera-Ausstellung, „Sie können es kaum glauben, wie viel Aufwand man früher für ein einziges Foto betreiben musste.“

Von der Studiokamera bis hin zur kleinsten Digitalkamera der Welt

Die Ausstellung geht noch viel weiter in die Vergangenheit zurück. „Rund 200 Jahre ist die Fotografie alt“, erzählt der Kurator. Die älteste Kamera aus der Ursprungszeit der Fotografie hat neben vielen weiteren Schmuckstücken wie der Laterna magica einen Ehrenplatz. Sofort fällt auch die große Studiokamera aus dem Jahr 1890, wie man sie sonst nur aus Filmen kennt, ins Auge. Besonders beliebt bei den Kindern ist der Schaukasten mit den Spionagekameras à la James Bond. Josef Kurz“ ganzer Stolz ist hingegen der selbstgemachte Kamerastammbaum, der die gesamte Entwicklung vom Beginn der Fotografie bis heute zeigt. Auch seine erste Spiegelreflexkamera, die er damals von seinem Nachhilfegeld gekauft hatte, hat er darauf verewigt.

Zwei Jahre Vorbereitung

Zwei Jahre lang haben er und sein Kuratorenkollege Hannes Bösch nach Apparaten für die Ausstellung gesucht, eBay durchforstet und Leihgaben gesammelt. „Wir sind froh, so viele tolle Kameras – von der großen Studiokamera bis hin zur kleinsten Digitalkamera der Welt – gefunden zu haben und sie den Besuchern zeigen zu können“, erzählt Kurz stolz. „Mindestens Dreiviertel davon funktionieren sogar noch.“ Nicht nur Schulklassen und Privatpersonen sondern auch Fotoclubs kommen von weit her, um die besondere Ausstellung zu sehen. Aufgrund des großen Interesses ist die Sonderausstellung noch bis 9. Juli geöffnet.

INFO

Dauer der Sonderausstellung: bis Sonntag, 9. Juli 2017, verlängert

Öffnungszeiten: Mittwoch, Samstag und Sonntag 13 bis 17 Uhr

Gruppen können die Ausstellung auch außerhalb der Öffnungszeiten besuchen. Anmeldung: 0664/4358046


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden