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Union Thalheim macht in Rottenbach Riesenschritt Richtung Meistertitel

Leserartikel Thomas Waage, 05.05.2019 12:45

Riesenschritt zum Vereinsziel!
Vorweg muss man einmal sagen, dass sich dieses Spiel wesentlich mehr Zuschauer verdient hätte. Die Stimmung rund um den Platz hatte viel Luft nach oben. Dafür waren die Leistungen auf den Platz von Spielern und Schiedsrichter top. Engagiert und überaus fair.

Zum Spiel selbst: Thalheim führte die etwas feinere Klinge, war aber im Strafraum zu unentschlossen. Rottenbach kam fast nur nach (den wenigen) Fehlern unserer Mannschaft im Spielaufbau zu ihren Chancen. So auch bei der letzten Aktion vor der Halbzeit, die zu einem Freistoß aus gefährlicher Distanz führte.

Den hervorragend getretenen Ball entschärfte Youngster Dominik Kreuzer, der im letzten Moment hinter der Mauer zurückgeilt war und mit einem Hechtsprung, Köpfchen und ohne Rücksicht auf Verluste ein Gegentor verhinderte.

Nach der Halbzeit eine weitere Schlüsselszene: ein eigentlich aus dem Nichts entstandener aber völlig zurecht verhängter Elfmeter wurde von der Heimmannschaft nicht genützt. Der Schütze hämmerte den Ball über das Tor. Die vergebene Chance sorgte für noch mehr Stabilität in unserer Mannschaft. Für das den Sieg bringende Tor sorgten, wie auch schon öfters in den Wochen davor, die eingewechselten Spieler „Gekki und Copa“. Nach einer super Seitenverlagerung von Bernhard Steiner flankte „Gekki“ Hetzmannseder von der rechten Angriffseite in den Strafraum. Dort bewegte sich der angeschlagen ins Spiel gegangene Erich „Copa“ Humer dorthin, wo ein Stürmer hingehen muss und dem Ball die entscheidende Richtungsänderung gab. Leicht abgefälscht und daher auch mit etwas Glück senkte sich der Ball in der 80. Spielminute über dem gegnerischen Torhüter zur umjubelten Führung ins Netz.

Danach versuchte es Rottenbach mit vielen hohen Bällen in unserem Strafraum. Daraus resultierten auch noch ein paar Ecken. Unsere Verteidigung zeigte auch in diesem Spiel, dass man sich auf sie verlassen konnte. Dazu Torhüter Penzenstadler Peter, der bei den hohen Bällen viel Selbstvertrauen, Klasse  und Sicherheit zeigte.

Souverän auch die Einschätzung unseres Trainers Mike Zaiser, der angab, dass vom Spielverlauf her ein 1:1 gerechter gewesen wäre. Aber auch er wusste genau, dass uns mit diesem Erfolg ein Riesenschritt gelungen ist. Ein Pauschallob an die Spieler, die vor allem mental voll überzeugten. Aus der kompakten Truppe ragten am heutigen Tage (und da waren sich Trainer und Tormanntrainer einig) die unermüdlich rackernden zentralen Mittelfeldspieler Kapitän Enis Mullabazi und Dieter Kiesenebner heraus.

Im Da Vinci, wo sich die gesamte Mannschaft, Betreuerstab und was sonst noch alles Rang und Namen hat, nach dem Spiel versammelte, wurde das Spiel in gelöster Atmosphäre analysiert.

Wenn von den Rottenbachern fair aber natürlich auch noch ein wenig taktisch zum Meistertitel gratuliert worden ist, so ist unsere Aufgabe in den nächsten Tagen und Wochen, zielstrebig und fokussiert weiter zu arbeiten. Die Ausgangslage könnte, sogar für mich als grenzenlosen Zweckoptimisten erkennbar, nicht viel besser sein. (Hansi Henzinger)


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