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TIMELKAM. Eine der schönsten Passionsmusiken, das „Stabat mater“ von Giovanni Battista Pergolesi (1710 bis 1736), wurde in der St. Anna Kirche in Oberthalheim aufgeführt.
 

Elke Lehner
  1 / 3   Elke Lehner

Die Solistinnen waren Valentina Kutzarova/Mezzosopran und Karin Eidenberger/Sopran, es spielte ein Streicherensemble der Oberösterreichischen Landesmusikschulen und der Anton Bruckner Privatuniversität, Sprecherin war Elke Lehner. Außer dem Stabat mater von Pergolesi stand noch Silouans Song von Arvo Pärt (*1935) und Testament von Tigran Mansurian (*1939) auf dem Programm.

Das Stabat mater ist Pergolesis letztes vollendetes Werk; es ist der Idealtyp einer schlichten, berührenden Kirchenmusik, es wirkte  - wie auch andere späte Werke  Pergolesis – stilbildend  für den Übergang  vom Spätbarock  zum klangvollen, „empfindsamen“ Stil. Die Texte vom „Leid der Eltern angesichts des Sterbens ihres Kindes“ wurden von Elke Lehner ausdrucksvoll – ohne falsches Pathos – gelesen.             

Musikalisch war der Abend ein Erlebnis. Die Streicher musizierten  mit kultiviert blühendem Klang und wurden nur von Valentina Kutzarova und Karin Eidenberger übertroffen, die mit der Brillanz ihrer Stimmen überirdisch schöne Klänge edel, ergreifend, eindringlich mit herrlich rundem Timbre vollendet interpretierten: Seele in jedem Ton, zarte Innigkeit, Trauer, Schmerz und Wehmut – ein Schwelgen in sattem Wohlklang..

(von Fred Androsch)                   


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