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TRAGWEIN. Wenn dieser Tage 754 Kinder und Jugendliche beim Landeswettbewerb „prima la musica“ ihr Bestes geben, ist für Birgit Hinterholzer Hochsaison. Die Tragweinerin organisiert dieses musikalische Großereignis ebenso wie den darauf folgenden Bundeswettbewerb.

Musik ist ihre berufliche und private Leidenschaft: Birgit Hinterholzer aus Tragwein. Foto: Musik der Jugend

„Das Schönste an „prima la musica“ ist die Leidenschaft und die Motivation, die die jungen Teilnehmer an den Tag legen“, schwärmt Birgit Hinterholzer von der Wettbewerbszeit. Bereits seit dem Vorjahr ist sie Bundesgeschäftsführerin von Musik der Jugend und als solche mit der Organisation des Bundesbewerbs „prima la musica“ betraut. „Heuer habe ich auch die Landesgeschäftsführung übernommen“, so die Tragweinerin, die nach ihrem Klavier- und Querflöte-Studium zunächst Querflöte an der Landesmusikschule (LMS) Perg und an anderen LMS unterrichtet hatte. Am Anfang der Berufslaufbahn bei Musik der Jugend stand eigentlich ein Handicap an Hinterholzers Hand: „Eine Operation war nötig, ich habe nicht gewusst, wie es weitergeht. Jedenfalls war mir klar, dass ich auf Dauer das aktive Musizieren einschränken muss, da das tägliche intensive Üben nicht mehr möglich war.“

Da bot sich die Ausschreibung von Musik der Jugend an. Seither ist die Musikerin mit Herz bei der Sache. „Gleich nach dem Landeswettbewerb folgt der Bundeswettbewerb von „prima la musica“, der heuer Ende Mai in Linz stattfindet“, erklärt sie.

Nach dem Bewerb ist vor dem Bewerb

Bereits im Sommer geht es dann an die Ausschreibung des nächsten Wettbewerbs „prima la musica“, die zu Schulbeginn bei den Lehrkräften sein muss, um den Teilnehmern genügend Vorbereitungszeit zu geben. Zeitgleich mit „prima la musica“, nur kleiner, findet das ebenfalls von Birgit Hinterholzer organisierte podium.jazz.pop.rock statt, „für alle Stilrichtungen, die der klassische Bewerb nicht abdeckt.“

Chorleitung als Ausgleich

Trotz vollem Terminkalender findet die Mutter eines Sohnes (16) und einer Tochter (12) auch noch Zeit für ein paar Stunden Musikunterricht und ein Engagement beim „Klang.Menü“, einer Verbindung von Musik und Kulinarik beim Färberwirt Bad Zell, vor allem aber für die Leitung der „Sing GesmbH“ in Tragwein. „Der Chor ist ein guter Ausgleich, wir machen mit Freude Unterhaltungsmusik. Die Gruppe ist schon lange gewachsen, das sind meine Freunde, die ich nicht missen möchte“, sagt Hinterholzer. Kein Wunder, dass sie da sogar während des Wettbewerbs der „prima la musica“-Jury wissen lässt, wegen der Chorprobe früher gehen zu müssen.

Die Leidenschaft für die Musik hat die Tragweinerin übrigens ihrer Tochter vererbt: Die Zwölfjährige spielt bereits begeistert Fagott und Klavier.


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