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TRAUN. Das Frauenreferat des Landes Oberösterreich unterstützt die Frauenberatungsstelle Babsi Traun. Seit über 30 Jahren eine wichtige und unverzichtbare Anlaufstelle für Frauen in problematischen Lebenslagen, die professionelle Unterstützung suchen. 

Babsi in Traun ist bei zahlreichen Problemen für Frauen Ansprechstation. Foto: Shutterstock.com/Tinnakorn jorruang

„Gerade in Zeiten der Krise ist es mir besonders wichtig, die Frauenberatungsstelle Babsi in Traun für ihre so wichtige und wertvolle Arbeit zu unterstützen“, so Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander. Die Frauenberatung in Traun leistet nicht nur als Kommunikations-, Bildungs- und Beratungszentrum frauenpolitische Arbeit, sondern ist auch Anlaufstelle für sozial benachteiligte und von Ausgrenzung bedrohter Frauen.

Alleine im Jahr 2019 gab es in der Frauenberatungsstelle in Traun über 3.425 Beratungen, welche persönlich, telefonisch oder per E-Mail durchgeführt wurden. „Diese hohe Zahl an Einzelberatungen zeigt einmal mehr, dass es ganz wichtig ist, dass es unsere regionalen Frauenberatungsstellen in ganz Oberösterreich gibt, wo sich jedes Mädchen und jede Frau hinwenden kann“, so Christine Haberlander.

„Das Ziel frauenorientierter Beratung besteht darin, die individuelle Gestaltungs-Kompetenz der Frau in ihren eigenen Lebenszusammenhängen zu erweitern, um selbstbestimmt und selbstverantwortlich zu handeln und die Hebung beziehungsweise Stärkung des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins von Frauen ist mir immens wichtig, denn jedes Mädchen und jede Frau soll sich bewusst werden und sein, dass sie all das, was sie erreichen möchten, auch erreichen können“, ist die Landeshauptmann-Stellvertreterin überzeugt.

Vielfältige Beratungen

Die Frauenberatungsstelle in Traun kann seit Montag, 4. Mai, wieder persönliche Beratungen durchführen, die Workshops die über das AMS laufen starten am 18. Mai. Natürlich war Babsi aber auch in den letzten Wochen für viele Frauen da.

„Im Großen und Ganzen hat das sehr gut funktioniert“, erzählt die Standortleiterin Nikola Gringinger. Die Beratungen wurden großteils telefonisch aber auch online durchgeführt. „Man hat aber schon manchmal eine Verunsicherung gespürt. In gewissen Bereichen ist das persönliche Gespräch das Um und Auf“, so Gringinger.

Neben psychologischen Beratungen ging es in den letzten Wochen oft auch um die Sorgen bezüglich des Arbeitsplatzes oder auch auf den ersten Blick banale Probleme: „Wir sind dann oft die letzte Möglichkeit für die Frauen, aber auch hier sind sie natürlich genau richtig bei uns“, so die Standortleiterin.

Nachfrage nicht weniger

In Zeiten der Krise – als diese kann man die letzten Wochen durchaus bezeichnen – war die Frauenberatungsstelle besonders gefordert. „Wir sind proaktiv auf die Frauen zugegangen, auch über soziale Medien“. Ohne die genauen Zahlen zu kennen, hat die Beratungstätigkeit gefühlsmäßig zugenommen: „Besonders auf psychologischer Ebene ist die Nachfrage sicher nicht weniger geworden. Auch unmittelbare Rechtsberatungen haben zugenommen“, so Nikola Gringinger, die das grundsätzliche Problem sieht, dass die Frau auch nicht telefonieren kann, wenn sie wegen der Ausgangsbeschränkungen nicht aus kann.

„Positives denken ist leicht dahergesagt, aber nicht immer möglich in Stresssituationen“, weiß Gringinger, die dennoch einen guten Rat im Fall der Fälle hat: „Falls es zur Eskalation zu kommen droht, die Situation versuchen zu verlassen“.


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