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ROHRBACH-BERG. Millionen Menschen fliehen vor Krieg und Terror aus Syrien oder vor der Armut in Afrika. In sicheren Staaten hoffen sie, Zuflucht zu finden – doch nur wenige schaffen es überhaupt soweit. Über diese Flüchtlingskatastrophe berichtet Karim El-Gawhary, Nahost-Korrespondent und Buchautor, am 23. September im Centro Rohrbach.

Um die ehrenamtliche Hilfe für Flüchtlinge in der Böhmerwaldregion auf eine breite Basis zu stellen, wurde bei einem Festabend im März die Initiative Menschlichkeit gegründet. Im Herbst lädt diese zu einer Lesung mit Garim El-Gawhary. Foto: Gahleitner

Eine Reportage von beiden Seiten des Mittelmeers hat er gemeinsam mit Mathilde Schwabeneder mit seinem Buch „Auf der Flucht“ veröffentlicht. Aus diesem liest der Auslandsjournalist bei seinem Besuch im Mühlviertel und zeigt damit viele verschiedenen Familienschicksale auf. Denn hinter dem lukrativen Geschäft mit den Flüchtlingen, die „mehr Geld als Drogen“ bringen, wie sich ein Drahtzieher aus Rom brüstet, steckt viel menschliches Leid. „Ich habe mein Baby bei Schnee und Eis zur Welt gebracht und in der Kälte ist es dann gestorben“, erzählt etwa Fatma. Manche wagen den lebensgefährlichen Weg durch die Wüste und über das Meer. „Das Schlimmste war die Fahrt durch die Sahara“, sagt Dembo aus Gambia, „eine Flasche Wasser musste für eine Woche reichen.“ Dazu kam die Angst, auf dem vollgepferchten Pick-Up zu sterben.

Nur wenige schaffen es in sichere Staaten. Wie die menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen gelingen kann, beschreibt Karim El-Gawhary ebenfalls.

Lesung im Centro

Der Bestseller-Autor ist  auf Einladung der Initiative Menschlichkeit in der Region Böhmerwald, des Stiftes Schlägl und des kbW-Treffpunktes Rohrbach-Götzendorf-Oepping im Centro zu Gast. Der Vorverkauf in allen Raiffeisenbanken ist bereits angelaufen (10 Euro).

Termin:

Mittwoch, 23. September, 19.30 Uhr, Centro Rohrbach

Vorverkauf: 10 Euro (Raiffeisenbank), Abendkassa: 12 Euro

Information

Die Initiative Menschlichkeit in der Region Böhmerwald wurde im März 2015 in Ulrichsberg gegründet, um die ehrenamtliche Hilfe zu koordinieren und um seriös über die Situation der Flüchtlinge zu informieren. Seither wurden viele Aktivitäten umgesetzt – von regelmäßigen Fahrten zum Einkaufen oder zum Arzt über die Organisation von Übersiedelungen, regelmäßigem Deutsch-Unterricht bis hin zum gemeinsamen Zirkusbesuch und der Eröffnung des Kostnix-Ladens in Ulrichsberg.


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