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UNTERWEISSENBACH. Nach wochenlangen streng geheimen Vorbereitungen war es wieder soweit: Die Sanitäter des Roten Kreuzes Unterweißenbach mussten sich der Herausforderung „Übungstag 2018“ stellen.

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Aufgeteilt in sechs Teams waren drei Stationen im ganzen Ortsgebiet für die Sanitäter zu bewältigen. Die Übungsannahmen lauteten: stark blutende Schnittwunde in einer Landmaschinenwerkstätte, Suizidversuch mit anschließender Reanimation und Versorgung einer verletzten Wanderin am Johannesweg.

Sanitäter unter Beobachtung

Am Sprachfunk wurde die Übung von einem Leitstellendisponenten der Rettungsleitzentrale Linz begleitet. Er delegierte die Einsätze und beantwortete die Funksprüche. Bei allen Stationen beobachteten zwei Praxisanleiter den Übungsverlauf. Nach Ende der jeweiligen Station bekamen die Sanitäter sofort Feedback von den Beobachtern.

Ausrückung zu einem Unfall mit der FF

Während der kurzen Pausen zwischen den Einsätzen mussten, wie im echten Rot Kreuz-Leben, die Transportberichte fertig ausgefüllt werden und das verbrauchte Material im Auto ersetzt werden. Als Abschluss des Übungstages rückten die vier an der Übung beteiligten Rot Kreuz-Autos gemeinsam mit der Feuerwehr Unterweißenbach zu einem Großschadensereignis (Übungsannahme: Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem PKW mit vier Verletzten) aus.

Schwierige Rettung

Der schmale Güterweg und das über eine steile Böschung gestürzte Auto stellten die Übungsteilnehmer vor große Herausforderungen. Während die Motorradfahrerin bereits vom Roten Kreuz versorgt werden konnte, musste die Feuerwehr zuerst das Unfallauto sichern, bevor sich die Rot Kreuz-Sanitäter um die drei Verletzten im Auto kümmern konnten.

Mit einer HWS-Schiene wurde die Halswirbelsäule stabilisiert, danach konnten die Autoinsassen mit dem Spineboard der Feuerwehr über eine Leiter die Böschung zur Straße hinaufgetragen werden. Dort wurden sie dem Roten Kreuz zur weiteren Versorgung übergeben. Als Notarzt unterstützte ein Assistenzarzt vom Kepler Uniklinikum die Rettungssanitäter des Roten Kreuzes.

Echter Einsatz nach Übungsende

Nach Übungsende und einer kurzen Nachbesprechung gab es ein gemeinsames Abendessen mit den Kollegen der Feuerwehr und einen gemütlichen Abschluss des Übungstages. Geübt wird beim Roten Kreuz regelmäßig – vor allem im Schulungsraum auf der Dienststelle. Die teilnehmenden Sanitäter waren von den realistischen Übungsbedienungen begeistert. Wie nahe die Übungsstationen am Rot Kreuz-Alltag waren, erlebte die Dienstmannschaft bereits am selben Nachmittag, als eine am Johannesweg verunfallte Person zu versorgen war.


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