Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

UNTERWEISSENBACH. Mit der Sonne strahlten am Sonntag die Mitglieder der Musikkapelle Unterweißenbach um die Wette, wurde doch nach nur 18 Monaten Bauzeit das neue Haus der Musik eröffnet und eingeweiht. Im selben Gebäude ist das Familieninformationszentrum  untergebracht - Grund genug, ein großes Fest mit vielen Ehrengästen und der Bevölkerung zu feiern.

Handschlag auf die gute Zusammenarbeit: Bürgermeister Johannes Hinterreither-Kern, Musikvereins-Obmann Heimo Hinterreither. Foto Greindl

„Was, da herinnen probt ihr?“ Nahezu entsetzt war Landesrat Max Hiegelsberger, als ihm 2013 der damalige Musikvereins-Obmann Walter Wurm und Heimo Hinterreither, der heute aktive Obmann, das Probenlokal der Unterweißenbacher Musiker zeigten. Im März 2017 erfolgte der Spatenstich, nun, nach nur 18 Monaten Bauzeit, hat die Musikkapelle ihr neues Quartier bezogen und mit einem großen Fest und einem Tag der offenen Tür eingeweiht. Zu Ehren der Kollegen spielten fünf Musikkapellen aus Pierbach, Schönau, St. Leonhard, Kaltenberg und Königswiesen auf. Ein Sternmarsch führte sie zum Festplatz, wo sie die gastgebende Musikkapelle jeweils mit einer Fanfare empfing.

Multifunktionales Gebäude

Im neu errichteten Gebäude mitten im Ortszentrum hat aber nicht nur die Musikkapelle Unterkunft gefunden. Auch das Familieninformationszetrum mit logopädischem Dienst, Mutterberatung, Spielgruppe und Forstdienst sowie ein öffentliches WC ist dort einquartiert. Die Finanzierung der Kosten von 1,178 Millionen Euro erfolgte über Bund, Land und EU. Die Musikkapelle hat 80.000 Euro in Form von Eigenleistungen und Barem beigesteuert. Obmann Heimo Hinterreither: „Ich bedanke mich herzlich bei den Musikern für 1100 freiwillige Arbeitsstunden, bei den Familien, die ihre Angehörigen immer bereitwillig für die Musik entbehren, aber auch bei der Bevölkerung für jeden Spendeneuro.“ Eine großzügige Spende steuerte am Festtag auch die Sparkasse Pregarten-Unterweißenbach bei: Bankstellenleiter Norbert Gillinger überreichte Heimo Hinterreither einen Spendenscheck im Wert von 20.000 Euro. 

Dank an Baukoordinator und Nachbarn

Bürgermeister Johannes Hinterreither-Kern wünschte der Musikkapelle alles Gute im neuen Haus und  appellierte an die Bevölkerung, das Angebot im Haus auch kräftig zu nutzen. Sein Dank galt besonders Alfred Hinterreither. Der langjährige Kapellmeister und Stabführer der Musikkapelle Unterweißenbach, der außerdem Ehrenringträger der Gemeinde ist,  hatte den Bau des Musikheims mit Bravour koordiniert. Ihm widmeten die Musiker ein eigenes Musikstück, den „Grundstein-Marsch“. Bedankt hat sich Bürgermeister Hinterreither-Kern aber auch bei den Anrainern, die der  Baustelle wie schon beim Neubau des benachbarten Sparmarktes großes Verständnis entgegenbrachten. „Mit diesen Neubauten haben wir im Ortszentrum nun beste Infrastruktur!“ 

Ort der Geselligkeit

Begeistert zeigten sich auch die Ehrengäste Landesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) und Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP) vom neuen Haus der Musik. „Als Schwester eines Kapellmeisters weiß ich, wie motivierend ein gut ausgestattetes Quartier für die Musiker ist“, betonte Gerstorfer. Dem Familieninformationszentrum, das in ihr Sozialressort fällt, wünschte sie guten Zuspruch. „Hier finden Familien Rat, die auf dem Lebensweg möglicherweise einmal ins Schwanken geraten sind“, so die Landespolitikerin. Für Landesrat Hiegelsberger, selbst ein Musiker, ist das Musikheim auch in Sachen Zusammenhalt sehr wichtig: „Unsere Musikkapellen sind auch Orte der Geselligkeit, die ein fixer Bestandteil im Vereinsleben ist.“ Die Mühlviertler Alm sei ihm übrigens  besonders ans Herz gewachsen, da hier nicht gewartet wird, bis der Region jemand zu Hilfe komme. „Hier hat man die Regionalentwicklung selbst in die Hand genommen.“

Viele Bilder vom Fest gibt es in der Tips-Bildergalerie (siehe untenstehenden Link)!


Mehr zum Thema


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden