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UNTERWEITERSDORF. 60 statt 100 Stundenkilometer heißt es derzeit im Götschka-Tunnel der S 10 Richtung Freistadt. Diese Tempobremse ärgert viele Pendler. Tips ging der Ursache der Verkehrsbehinderung, die bis 21. August dauern wird, auf den Grund.

Der Loibersdorfer Bach ist derzeit staubtrocken. Foto: Greindl
Der Loibersdorfer Bach ist derzeit staubtrocken. Foto: Greindl

Knapp eineinhalb Jahre nach der Verkehrsfreigabe der S 10 finden im Götschka-Tunnel massive Bauarbeiten statt, die die Sperre des dritten Fahrstreifens bis Ende August nötig machen. Der Grund für die Baustelle hört sich für den Laien kurios an: Laut Bescheid der Wasserrechtsbehörde des Landes OÖ muss die Infrastrukturgesellschaft Asfinag im Tunnel ein Pumpwerk errichten, das das von der Oberfläche versickernde Wasser wieder dorthin zurückpumpt.

Bach durch Tunnelbau ausgetrocknet

Der Hintergrund: Bereits beim Bau der S 10 hatte sich der Grundwasserspiegel auf den Feldern über dem Tunnel drastisch gesenkt, Brunnen und der Loibersdorfer Bach waren trocken gefallen. Die trockenen Sommer haben das Problem noch verschärft, für die Bauern gab es mittlerweile Entschädigung für Ernteausfälle.

„Der Tunnel hat leider einen großen Drainage-Effekt, es fließt mehr Wasser ab als angenommen“, sagt Michael Schnaufer, Asfinag-Projektleiter der S 10-Nachbauphase gegenüber Tips.

Kosten: 500.000 Euro

Das Wasser sammelt sich am Tunnel-Tiefpunkt am Südportal und wird über eine Leitung im linken erhöhten Seitenstreifen (dort befindet sich bereits eine Löschwasserleitung) und eine Steigleitung wieder an die Oberfläche gepumpt. „Im Bereich eines Wirtschaftsweges, beim Bett des Loibersdorfer Bachs, kommt das Wasser wieder heraus“, erklärt Schnaufer. Die Kosten für das Pumpwerk, 500.000 Euro, werden aus dem Asfinag-Budget finanziert.


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