Extreme Hitze: Dehydration und Sonnenstich drohen
BEZIRK. Die Hitze in den letzten Tagen fordert alle, auch die Rettungsmannschaften in Urfahr-Umgebung.

Unfälle aufgrund von Konzentrationsstörungen und Schwindel, Ertrinkungsunfälle, Personen mit Sonnenstich, Kreislaufschwäche und Wespenstichen sind leider momentan keine Einzelfälle. „Erst gestern gingen innerhalb kürzester Zeit mehrere Notrufe aufgrund von Wespenstichen ein“, erzählt Tina Kern, eine freiwillige Rettungssanitäterin und Mitarbeiterin in der Rettungsleitstelle Linz-Mühlviertel, die weiters erklärt: „Je nach Dringlichkeit schicken wir einen „bodengebundenen“ Notarzt, das Team des Rettungshubschraubers, eine Rettungsmannschaft oder den Hausärztlichen Notdienst.“
Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit
Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad besteht laut Rotem Kreuz besonders bei älteren Menschen, Babys und Kleinkindern die Gefahr, dass sie dehydrieren, weil sie zu wenig trinken. Kern: „Der Mensch besteht zu rund 60 Prozent aus Wasser. Das Durstgefühl setzt erst dann ein, wenn unser Körper bereits viel Flüssigkeit verloren hat. Deshalb soll man an heißen Tagen zwei bis drei Liter über den Tag verteilt trinken. Optimal sind nicht zu kaltes Wasser, ungesüßte Tees, verdünnte Fruchtsäfte oder auch kühle Suppen. Das hilft, den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust durch das Schwitzen auszugleichen. Alkohol und Koffein belasten den Körper zusätzlich.“ Ältere Menschen brauchen vor allem auch Abkühlung, weil sie weniger schwitzen. Das Schwitzen ist aber wichtig zur Regulierung ihrer Körpertemperatur. Hilfe bieten kühle Umschläge und Fußbäder oder das Besprühen von Gesicht, Armen, Unterschenkeln und Füßen mit einer Sprühflasche, denn verdunstendes Wasser kühlt. Aufgrund der Sonneneinstrahlung, Hitze, zu wenig Flüssigkeit, kommt es zu Kreislaufschwäche, Hitzschlag, Sonnenstich. Die Leute leiden dann unter Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, einem trockenen Mund, Krämpfen in Armen oder Beinen.
Die Hitze ist extrem
„Erste Hilfe sieht dann so aus: Den Betroffenen in den Schatten bringen, hinsetzen, sodass Kopf und Oberkörper aufrecht sind. Etwas zu trinken geben, zur Kühlung feuchte Tücher auflegen auf Stirn und Oberkörper. Wenn nach kurzer Zeit keine Besserung eintritt – Rettung rufen“, erklärt Kern. Doch auch die Rettungssanitäter suchen die Abkühlung, wie Michael Schoißengeyr aus Kirchschlag berichtet: „Die Hitze ist wirklich extrem und darum schauen wir auch, dass wir die Patienten nach der Erstversorgung so schnell wie möglich in das Rettungsauto bekommen, denn da ist es dank der Klimaanlage recht angenehm.“


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