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GALLNEUKIRCHEN. Anfang Februar gestaltete das Mauthausen Komitee Gallneukirchen in Kooperation mit den Bildungswerken und der Schule für Sozialbetreuungsberufe ein Gedenken an die Gräueltaten im Nationalsozialismus.

Jedes Jahr wird in Gallneukirchen den Opfern der NS-Zeit gedacht. (Foto: Erhard Kozlich)
Jedes Jahr wird in Gallneukirchen den Opfern der NS-Zeit gedacht. (Foto: Erhard Kozlich)

Zum einen wurde beim Mahnmal für den Frieden an die „Menschenhatz im Mühlviertel“, zum anderen beim Gedenkstein des Evangelischen Diakoniewerkes jener Menschen gedacht, die als „unwerte Leben“ im Jänner 1941 in Hartheim ermordet wurden. Unter den rund 150 Teilnehmern befand sich auch eine Delegation der Russischen Föderation in Österreich unter Attaché Vladimir Kislyakov, die einen Kranz am Mahnmal für den Frieden niederlegte. Auch von Bürgermeister Wall-Strasser wurde die Delegation begrüßt.

Friedliches Europa

Wall-Strasser appellierte in seiner Rede außerdem, das Gedenken – bei dem auch die Europafahne gehisst war – als eine Mahnung an eine friedvolle Zukunft in Europa zu sehen. Ein friedvolles Europa müsse ein Ganzes sein, ein Europa über die Grenzen der Europäischen Union hinaus. Kislyakov erinnerte indes an die grausame Geschichte der Menschenhatz, die im kollektiven Gedächtnis aller Länder bleiben müsse. In Erinnerung müssen aber auch die wenigen Menschen bleiben, die den Verfolgten mutig geholfen haben.

Namen ausgerufen

Zum Gedenken wurden auch Szenen aus dem Buch „Fanzi“ von Elisabeth Schmidauer vorgebracht. Für das Buch, das von einem zwölfjährigen Buben in der Zeit des Nationalsozialismus handelt, der bis ins hohe Alter mit den Erinnerungen kämpft, hatte die Autorin in der Region recherchiert. Am Weg vom Denkmal für den Frieden zum Gedenkstein wurden weiters über Lautsprecher Namen von Kindern und Jugendlichen ausgerufen, die in Hartheim ermordet worden sind.


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