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PUCHENAU/OTTENSHEIM. Eine unheimliche Serie von schweren Radunfällen mit einem sogar tödlich verunglückten Pensionisten am Abschnitt des Radweges zwischen Puchenau und Ottensheim innerhalb von nur wenigen Tagen bedeutet für die Radlobby Oberösterreich, dass etwas geschehen muss

Die Bahnübergänge am Radweg Puchenau – Ottensheim sind für Radfahrer mit Kindern ein unüberwindliches Hindernis. Die Radlobby Oberösterreich fordert auch in diesem Bereich Verbesserungen. (Foto: Radlobby Oberösterreich)

Die Radlobby fordert kurzfristig umgehend eine Prüfung von Sicherheitsverbesserungen entlang des kompletten Verlaufes des Radweges (R1 9von Puchenau bis Ottensheim und des Radweges über Walding bis Rottenegg. Gerhard Fischer, Vorstandsvorsitzender Radlobby Oberösterreich: „Die vor dem Bahnübergang im Bereich EKZ-Donautreff in Ottensheim kürzlich errichtete Umlaufsperre ist ein absolutes Negativbeispiel und ist so keinesfalls akzeptabel. Dort müssen wegen der engen Abstände der Umlaufsperre Radanhänger abgehängt und extra rüber gezogen werden – was besonders Eltern mit ihren Kleinkindern hinten drinnen vor große Probleme stellt. Für die Radlobby ist die Machbarkeit der Verlegung des Donauradweges zwischen Puchenau und Ottensheim donauseitig zu prüfen, um so für eine absolut sichere und vom KFZ-Verkehr und Mühlkreisbahn weitgehend kreuzungsfreie Verbindung zu sorgen.“

Donaupromenade ist tabu

Als oberste Priorität gilt es, dabei das Gespräch mit den Anrainern aus der Puchenauer Gartenstadt zu suchen, um die dort vorherrschenden Bedenken auszuräumen, dass dadurch ihr ungestörter Zugang zur Donau in Gefahr sein könnte. Fischer: !Im Bereich der Gartenstadt wäre die ideale Radroutenführung ohnehin über die bereits vorhandene Golfplatzstraße und eine Variante auf der zum Spazieren beliebten Donaupromenade donauseitig absolut tabu.“

Ein Urteil ist schnell gefällt

Fritz Geyrhofer, Bürgermeister von Puchenau, dazu: „Der Radweg zwischen Ottensheim und Puchenau ist sicherlich eine große Gefahrenquelle direkt neben der B127 und den vielen Ausfahrten. Noch dazu ist er sehr eng und wird auch von Fußgängern benützt. An der Raddauerzählstelle des Landes OÖ R1 Puchenau (rw_puchenau.pdf, land-oberoesterreich.gv.at) werden im Durchschnitt 1.896 Radfahrer/Tag gemessen. Diese Menge an Radfahrern im Mischverkehr zu führen, ist zu prüfen. Leider ist auch schnell ein Urteil gefällt, wo die Radfahrer fahren sollen, wenn man dort nicht in der betroffenen Region selber wohnt. Einiges ist ja auch in der Vergangenheit bereits passiert, wie zum Beispiel die Ausfahrt beim Dürnberg oder die Ausfahrt bei der Oberpuchenauerstraße. Natürlich gibt es aber da noch viel Luft nach oben und wir werden weiter an einer Lösung arbeiten, aber es braucht für eine Realisierung auch das Land OÖ. Wir werden das Thema auf alle Fälle bei der nächsten Gemeinderatssitzung behandeln und zuvor in den Ausschüssen beraten. Der tödliche Unfall an der Bahnkreuzung hat wieder Fragen zur Sicherheit aufgeworfen, unser großes Mitgefühl und Anteilnahme gilt der Familie.“

Lösung wird gesucht

Maria Hagenauer, Vizebürgermeisterin von Ottensheim, zur Problematik: „Für konkrete Planungsschritte hinsichtlich Kreuzungslösungen im Gemeindegebiet sind jedenfalls Planungsvorschläge seitens der Oberösterreichischen Landesregierung erforderlich und wir werden seitens der Gemeinde nachdrücklich die Einhaltung der bereits seit Jahren zugesagten Planungsvorschläge vom Land OÖ einfordern. Zur Verlegung des Radweges an die Donau hat es in den letzten Jahren viele Bemühungen der Gemeinde Ottensheim gegeben, welche aber leider erfolglos blieben. Dass es sich bei der Strecke Ottensheim – Puchenau um eine ,gefahrengeneigte‘ Strecke handelt, ist uns bewusst und es wurden in diesem Zusammenhang durch bauliche Maßnahmen (zum Beispiel Ausfahrt Dürnberg) und Verkehrszeichen Entschärfungsmaßnahmen gesetzt. Unser klares Ziel ist, eine gemeinsame Lösung mit dem Land OÖ und den ÖBB zu finden, um mehr Sicherheit in den Kreuzungsbereichen zu erreichen.“


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