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WALDING. Armut, die Angst vor dem Ausbruch neuer Unruhen in der Heimatregion Berg-Karabach und vor allem aber die unzureichende medizinische Versorgung in Armenien – das waren die Gründe, warum sich die Familie Galstyan im Jahr 2015 entschlossen hat, ihre Heimat zu verlassen. Vater Vahe leidet seit Jahren an Diabetes und sein Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends. Die Familie hoffte, das Leben des Familienvaters durch die Flucht retten zu können.

Vahe, Arevik , Karen und Knar Galystan: „Wir hoffen auf ein humanitäres Bleiberecht.“ (Foto: privat)

Die Familie wohnt nun schon seit acht Jahren in der Gemeinde Walding. Das Asylverfahren wurde in zwei Instanzen negativ entschieden, da der wahrheitsgemäß angegebene Fluchtgrund der schlechten medizinischen Versorgung in Armenien nicht als Fluchtgrund anerkannt wurde. Und so hofft die Familie nun auf die Erteilung des humanitären Bleiberechts: „Die Familie Galstyan ist eine Vorzeigefamilie zum Thema Integration in unserem Ort!“, sind sich Brigitte Raffeiner und Ingrid Plakolm von der Integrationsplattform „Netzwerk Überbrücken“ einig. Die kürzlich abgehaltene Solidaritätskundgebung mit über 300 Besuchern war der beste Beweis dafür, sagt Plakolm, die erklärt: „Und die Familie wäre auch sofort selbsterhaltungsfähig, denn sowohl Mutter Arevik als auch Vater Vahe haben fixe Anstellungszusagen. Darüber hinaus lebt die Familie schon seit einiger Zeit in einer leistbaren Gemeindewohnung, welche ihr auch künftig zur Verfügung stehen würde.“

Familie soll bleiben

Nach Angaben Plakolms haben die beiden Kinder der Familie (16 und 20 Jahre) sehr gute schulische Erfolge. „Es ist unverständlich, dass wir Jugendliche heimschicken, die bald mit ihren Ausbildungen fertig sind, wo wir doch an allen Ecken und Enden nach Arbeitskräften suchen“, ist die Waldinger Bürgerin überzeugt und fasst das zusammen, was viele Gemeindebürger denken: „Wir hoffen alle inständig, dass die Familie nicht nach Armenien abgeschoben wird und sie doch noch das humanitäre Bleiberecht zuerkannt bekommt.“


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