Rotkreuz-Märkte in Urfahr-Umgebung: Laut Bezirkskoordinator "keine Selbstverständlichkeit"
URFAHR-UMGEBUNG. In Oberösterreich gibt es 23 Rotkreuz-Märkte, zwei davon befinden sich in Urfahr-Umgebung. Eine wichtige Säule dabei sind die freiwilligen Mitarbeiter.

Im Bezirk Urfahr-Umgebung gibt es zwei Rotkreuz-Märkte: einen in Gallneukirchen (Pfarrfeld 1, 4210 Gallneukirchen) und einen weiteren in Ottensheim (Am Teichfeld 12a, 4100 Ottensheim).
Roswitha Schmäl und Angela Zehetbauer, beide im Rotkreuz-Markt Ottensheim tätig, sind Mitglieder des Dienstag-Teams und seit drei Jahren hier engagiert. Schmäl erzählt über ihre Motivation: „Weil ich gerne für die Leute da bin, weil ich gerne mit Leuten arbeite und weil ich der Gesellschaft etwas zurückgeben möchte. Wir haben viele Stammkunden. Sie fühlen sich wohl und wissen, dass sie gute Waren bekommen.“
„Keine Selbstverständlichkeit“
Stefan Zierlinger, Bezirkskoordinator für die Sozialen Dienste in Urfahr-Umgebung, betont: „Der Markt in Ottensheim ist einer der beiden Rotkreuz-Märkte im Bezirk. Im Oktober 2015 haben wir hier eine Lücke in der sozialen Landschaft des Bezirks geschlossen. Seit über zehn Jahren unterstützt der Rotkreuz-Markt die Menschen in der Region und ist ein wichtiger Pfeiler für die Menschen, die dieses soziale Netz brauchen. Er bietet eine selbstbestimmte Unterstützungsmöglichkeit für Personen in schwierigen Lebenssituationen.“
Laut ihm sind Rotkreuz-Märkte „keine Selbstverständlichkeit“. Sie brauchen freiwilliges Engagement, regionale Partner und die Struktur einer Organisation. „Diejenigen, die sich für die Rotkreuz-Märkte engagieren, spüren eine über den eigenen Tellerrand hinausgehende Verpflichtung, anderen Gutes zu tun, und handeln danach“, betont Zierlinger.
Hintergrund zu den Waren
Die Waren kommen etwa von regionalen Handelsbetrieben, Landwirten und Privatpersonen. Die Rotkreuz-Mitarbeiter holen die Lebensmitteln von den regionalen Partnern, dann werden sie vom Rotkreuzmarkt-Team sortiert, begutachtet, bepreist und in die Regale geräumt.
Im Bezirk Urfahr-Umgebung sind 235 Personen einkaufsberechtigt. Menschen, die netto unter folgende Einkommensgrenzen fallen, sind einkaufsberechtigt: maximal 1.450 Euro (1-Personen Haushalt), maximal 2.050 Euro (2-Personen Haushalt), 370 Euro (für jedes im Haushalt lebende unterhaltspflichtige Kind; Lehrlinge, Zivildiener und Präsenzdiener scheinen nicht auf).








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