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OBERÖSTERREICH.  An dem Fest, an dem der Besuch auf dem Friedhof zum festen Tagesritus geworden ist, denkt die katholische Kirche an alle christlichen Heiligen. Für die Patenn und „Godnkinder“ ist der 1. November als „Godntag“ bedeutend. Zu Allerheiligen und Allerseelen werden die Friedhöfe besucht; das Gedenken an die Verstorbenen gehört zum ältesten religiösen Verhalten der Menschen.    

Foto: Barbarafriedhof Linz
Foto: Barbarafriedhof Linz

Allerheiligen wurde ursprünglich gleich nach Pfingsten gefeiert, da die Heiligen die Kirche weiterführen, die zu Pfingsten gegründet wurde. Erst durch iroschottische Mönche des 8. Jahrhunderts wurde Allerheiligen am 1. November gefeiert. Heilige sind jene, die ihre Fähigkeiten für die Menschen einsetzen und die sich Gott so geöffnet haben, dass er schon im Leben ihr Heil geworden ist.

Gedenken an Jägerstätter

Die Heiligenverehrung begann mit der Verehrung der Märtyrer (bedeutet „Blutzeugen“) der ersten christlichen Jahrhunderte. Sie wurden aufgrund ihres Glaubens ermordet. Die Christen trafen sich an den Gräbern der Märtyrer oder verehrten später deren Reliquien. Um die zunehmende überschwängliche Personenverehrung in den folgenden Jahrhunderten einzudämmen, wurden die Heiligsprechungsverfahren eingeführt. In Linz wurde 2007 der Innviertler Bauer und Familienvater Franz Jägerstätter seliggesprochen, da er aus seinem Glauben heraus den Kriegsdienst im Hitlerregime verweigerte. Anlässlich des 10-Jahr-Jubiläums der Seligsprechung am 26. Oktober 2017 gedenkt die Diözese Linz des Seligen bei mehreren Veranstaltungen.

Allerseelen – Erinnerung an die Verstorbenen

Zu Allerheiligen und Allerseelen werden die Friedhöfe besucht wie an keinem anderen Tag im Jahr. Das Gedenken an die Verstorbenen gehört zum ältesten religiösen Verhalten der Menschen. Das Schmücken der Gräber, das Entzünden einer Kerze, das Gebet beim Grab hat es bereits seit Beginn des Christentums gegeben. Am Allerheiligen- und Allerseelentag werden die Gräber bei der Gräbersegnung mit Weihwasser besprengt.


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