Einsamkeit im Alter: Bürgermeister sehen Personalmangel als Problem

Hits: 377
Andreas Hamedinger Andreas Hamedinger, Tips Redaktion, 30.11.2021 09:21 Uhr

URFAHR-UMGEBUNG. Der neuerliche Lockdown ist nicht nur physisch, sondern auch psychisch eine extreme Belastung für unsere Gesellschaft. Vor allem Menschen, die im medizinischen Bereich tätig sind, werden händeringend gesucht. Laut den drei SPÖ-Ortschefs aus Feldkirchen, Gallneukirchen und Steyregg bleiben aktuell gerade auch ältere Menschen aufgrund des akuten Personalmangels auf der Strecke.

Die drei SPÖ-Ortschefs fordern als Sofortmaßnahmen eine Verbesserung der finanziellen Situation der Mitarbeiter in Gesundheitsberufen, eine Verbesserung des Pflegeschlüssels in allen stationären und ambulanten Einrichtungen und Angeboten für ältere Menschen und eine aufgabenorientierte Finanzierung aller Gesundheitsthemen. „Ältere und pflegebedürftige Mitmenschen dürfen nicht wie altes Eisen behandelt werden. Nachdem der Pflegebereich beinahe zu Tode gespart wurde, frage ich mich, wann endlich ausreichende Mittel für den ambulanten und stationären Pflegebereich zur Verfügung gestellt werden“, so Feldkirchens Bürgermeister David Allerstorfer.

Rahmenbedingungen müssen attraktiv sein

Vor allem das Thema der Sozialbetreuung bereitet den drei Bürgermeistern Sorgen, wie sie erklären: “Bei diesem Berufsfeld geht es um die Unterstützung älterer und demenzkranker Mitbürgerinnen und Mitbürger. Für Angebote der Alltagsbewältigung und sinnstiftender Beschäftigung soll der Einsatz von Sozialfachkräften dringend verstärkt werden.“ Gallneukirchens Bürgermeister Sepp Wall-Strasser wird noch konkreter: „Immer größer werdende Teile der Generation, der wir den Wohlstand, in dem wir heute leben, verdanken, laufen Gefahr, völlig zu vereinsamen, weil untätig zugeschaut wird.“ Grundvoraussetzung dafür, dass das dringend benötigte Personal gefunden werden kann, sind für die Politiker attraktive Rahmenbedingungen für die Arbeit und ein menschenfreundliches Arbeitsumfeld.

Finanzielle Grundlage muss stimmen

Laut dem Bürgermeister aus Gallneukirchen müsse der Zeitdruck reduziert und mehr besser entlohntes Personal eingesetzt werden. Es braucht darüber hinaus kostenlose Ausbildungsangebote sowie finanzielle Unterstützung für die Zeit der Ausbildung. “So wie bei der Polizeigrundausbildung sollten auch im Pflege- und Betreuungsbereich die Ausbildungsteilnehmer Anspruch auf Beiträge zur Deckung der Lebenserhaltungskosten haben“, fordert der Steyregger Ortschef Gerhard Hintringer. „Man muss jetzt alle Chancen nutzen, Berufsumsteiger in die Pflege zu bringen. Dazu braucht es aber während der Ausbildung eine anreizende finanzielle Grundlage, von der man auch leben kann“, sind sich die drei Bürgermeister einig.

Kommentar verfassen



Fachschule Bergheim im Fasching

FELDKIRCHEN. Auch in einer Zeit besonderer Herausforderungen und wenn Masken getragen werden müssen, soll noch Platz für Humor und Fasching sein. Darum bemühen sich alle in der Fachschule Bergheim.

Bus bei Wendemanöver von der Fahrbahn abgekommen

FELDKIRCHEN AN DER DONAU. Kurz nach 20 Uhr kam am Dienstag, den 19. Jänner auf der B131 nahe der Ortschaft Pesenbach (Gemeinde Feldkirchen an der Donau) im Zuge eines Wendemanövers ein Bus von der Fahrbahn ...

Tischlerei Reichhart und Partner: Neuer Geschäftsführer

ENGERWITZDORF. Bei der Tischlerei Reichhart und Partner haben sich mit dem neuen Jahr die Eigentumsverhältnisse geändert.

Fis Masters Cup: Voller Erfolg für die Sportunion Böhmerwald

BEZIRK. Vom 14. bis 16. Jänner veranstaltete die Schiunion Böhmerwald Intersport Pötscher am Zwieselberg/Hochficht den FIS Masters Cup. An den ersten beiden Tagen wurde zunächst ein Riesentorlauf und ...

„Altenberg hilft“

ALTENBERG. Kurz vor Weihnachten wurde die Familie Reichetseder mit drei jungen Söhnen durch den Tod der Mutter Bianca von einem schweren Schicksalsschlag getroffen. Um in dieser schwierigen Zeit zumindest ...

Kind bei Unfall schwer verletzt

SONNBERG. Bei einem Unfall wurde ein zehnjähriges Schulkind am Montag, den 17. Jänner schwer verletzt.

Anmeldung für Kindergarten und Krabbelstube

HERZOGSDORF. Aufgrund der derzeitigen Maßnahmen in Bezug auf Covid-19 kann die diesjährige Vormerkung für den Kindergarten beziehungsweise für die Krabbelstube leider nur schriftlich erfolgen.

„Wir sind den vielen Anfragen kaum hinterhergekommen“

GALLNEUKIRCHEN. Bereits zum zweiten Mal rief die Sozialistische Jugend Gallneukirchen, diesmal im ganzen Bezirk dazu auf, für die Flüchtlinge in Bosnien zu spenden.