Aufstand der Pendler
URFAHR-UMGEBUNG/LINZ. Laut Aussendung der Mühlviertler Pendlerallianz verkündete der Linzer Verkehrsstadtrat Markus Hein, dass er eine großflächige Vertreibung der Mühlviertler Pendler von den Parkflächen in Linz Urfahr plant. Darüber hinaus eine Vergebührung der verbleibenden Parkplätze am Urfahrmarkt.

Pendlersprecher Michael Hammer: „Wir werden mit größtmöglicher Mühlviertler Unterstützung politisch dagegen ankämpfen. Es ist eine Zumutung, dass seitens der Linzer Verkehrspolitik einseitig Maßnahmen ergriffen werden, die zulasten der Pendler gehen, ohne dass an Alternativen gedacht wird, geschweige denn, Lösungen angeboten werden. So kann ein Zusammenwirken von Stadt und Land nicht funktionieren. Schon gar nicht im Wissen dessen, wie viel Kaufkraft und Steuergelder die Pendler der Stadt bringen.“
Aktionen geplant
Für Hammer ist auch die Landes-Verkehrspolitik gefordert, in Abstimmung mit den Linzern ein schlüssiges Gesamtkonzept für das Pendlerparken zu entwickeln: „Eine reine Pendlervertreibung ohne entsprechende Alternativen zu schaffen ist inakzeptabel. Seitens der Mühlviertler Pendlerallianz werden wir hier weiterhin Unterstützung gegen diese Maßnahmen auf unserem Portal www.gegen-den-stau.at sammeln. Wir werden in den nächsten Tagen die 4.000er Marke überschreiten. Zudem werden wir Aktionen im Rahmen des überparteilichen „Mühlviertler Schulterschlusses“ gegen die Parkgebühr setzen.“ Laut Aussagen des Pendlersprechers ist außerdem eine Konferenz aller Bürgermeister des Mühlviertels geplant, die eine deutliche Positionierung anstreben. „Ziel ist es den politischen Druck so zu steigern, dass auch in Linz endlich der Weg des Dialogs und einer gemeinsamen Vorgangsweise beschritten wird und von diesen Parkplänen und der Parkgebühr Abstand genommen wird“, erklärt Hammer.


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06.01.2017 09:48
Pendler
Ja, die Verkehrssituation im Großraum Linz stellt besonders die Pendler vor große Herausforderungen. Über Jahrzehnte ignorierten die roten, schwarzen und grünen Verkehrsreferenten in Stadt sowie Land, die immer drängenderen Infrastrukturprobleme. Jahrelangen Stillstands im Selbst die notwendigsten Verbesserungsmaßnahmen nicht umgesetzt wurden. Die Leistungsbilanz der damaligen Verantwortlichen im Infrastrukturbereich ist deshalb verheerend. Es geht darum, für die Pendler ein attraktives Verkehrsnetz zu schaffen und die Lebensqualität der Linzer Bevölkerung zu halten. Ich denke Herr Hammer(ÖVP) bringt sich für die Nationalratswahlen in Position. Schade für die staugeplagten Pendler, sie haben es nicht verdient vor den politischen Karren gespannt zu werden. Der Start des S-Bahn-Systems ist ein wichtiger Beitrag zur Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs und die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden bemühen sich sehr die notwendigen Flächen für Pendlerparkplätze zur Verfügung zustellen. Nur gemeinsam mit allen Beteiligten kann die Verkehrssituation im Großraum Linz wirklich nachhaltig verbessert werden. Günter Pröller