Endspurt für Tierschutzvolksbegehren

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Andreas Hamedinger Andreas Hamedinger, Tips Redaktion, 23.01.2021 13:07 Uhr

OBERÖSTERREICH. Die Initiative für ein Tierschutzvolksbegehren geht ins Finale. Bis inklusive 25. Januar kann noch in 2.136 Eintragungslokalen bundesweit unterschrieben werden.

„Wer vor kurzem die ORF-Dokumentation 'Billiges Fleisch um jeden Preis“ gesehen hat, dem wurde vor Augen geführt, wie krank unser System der Lebensmittelversorgung und Tierhaltung mittlerweile geworden ist. Die wahnwitzigen und tausende Kilometer langen Kälbertransporte sind nicht nur für die jungen Tiere eine Tortur, sie sind auch eine gewaltige Belastung für Klima und Umwelt. Mit einer guten Herkunftskennzeichnung können wir schnell und wirksam gegensteuern und unseren Lebensmitteln wieder mehr Wert beimessen“, so Landesrat Stefan Kaineder, der erklärt: “Tierschutz ist wichtig für die Biodiversität und trägt auch zum Klimaschutz bei.„

Auch Tierschutzminister Rudolf Anschober ruft zur Unterschrift auf

“Ich unterstütze das Tierschutzvolksbegehren als überparteiliche und direktdemokratische Initiative, die auch einen unmittelbaren Beitrag zur Bekämpfung der Krisen leisten will. Verkehr mit hohen CO2-Emissionen, Bodenversiegelung sowie Agrarindustrie gelten als Hauptverursacher des Artensterbens und als starke Emittenten von klimaschädlichen Gasen. Die Entwicklung hin zu einer tier-, umwelt- und klimafreundlichen Landwirtschaft ist daher von großer Bedeutung und steht im Zentrum der Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens„, erklärt Tierschutzminister Anschober, der auf eines hofft: “Wenn mehr Konsumenten zu regionalen Lebensmittel greifen, dann nützt dies dem Tierschutz.„

Eine alte Schweinrasse

Als 100 Prozent biozertifizierter Biobetrieb nimmt etwa der Köglerhof aus Gramastetten eine Vorreiterrolle in Sachen Tierwohl und Biogastronomie im Mühlviertel ein. Verarbeitet werden hauseigene Zutaten aus der Bio-Landwirtschaft und Produkte aus der Mühlviertler Region, um auch Transportwege zu vermeiden. Biogastronom und Biolandwirt Klaus Bauernfeind: “Wir wollen schließlich nicht nur Nahrungsmittel produzieren, sondern Lebensmittel, die so sind wie man sie von früher kennt. Und auf das sind wir stolz.“ Bewusst wird in der Schweinezucht auf Rassen wie, auf die Schwäbisch Hällische gesetzt - eine alte Rasse, die langsam auf heranwächst und ganzjährig im Freiland gehalten wird. Eier und Fleisch liefern die Weidemasthühner. Freilandhaltung und ausreichender Auslauf sind Selbstverständlichkeit. So wie auch die Rinder und Schafe, die auf den Wiesen rund um den Köglerhof heranwachsen. Klaus Bauernfeind: „Wäre das Qualitätsbewusstsein von allen Östereichern für Fleisch genauso hoch wie für ihre Autos und ihren Wohnungen, bräuchten wir dieses Volksbegehren nicht. Grundsätzlich hat das österreichische Tierschutzgesetz einen sehr hohen Standard. Jedoch: Solange beispielsweise eine Eisenkette mit einem Plastikstern ausreichend Beschäftigungsmaterial für Schweine darstellt, ist das für mich Zynismus, sowohl gegenüber den Tieren, als auch den Konsumenten. Gleichzeitig liegt es an auch den Konsumenten, sich ein Bild zu machen, welche Art der Tierhaltung sie mit ihrem Einkauf unterstützen.“

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