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Erfahrene Investoren geben insolventem Industrieofenbau-Spezialisten aus Hellmonsödt eine neue Zukunft

Petra Hanner, 15.01.2026 09:10

HELLMONSÖDT. Der insolvente Industrieofenbauer Hofmann mit Sitz in Hellmonsödt wird nach dem Konkurs im August nicht zugesperrt, sondern weitergeführt.

Halle und Nebengebäude der Hofmann Wärmetechnik in Hellmonsödt, heute Hofmann Industrieofenbau (Foto: Hofmann)

Die Öfen von Hofmann spielen eine wesentliche Rolle für die Produktqualität von großen Namen wie Audi, Evonik, Airbus, iSi Automotive, AMAG, voestalpine, Tyrolit und MIBA. Dieses Potenzial hat die auf heimische KMUs spezialisierten Restrukturierungsinvestoren Pure Investments auf den Plan gerufen, die Hofmann in eine neue Zukunft führen. Die Gruppe um die erfahrenen Manager Ulrich Kallausch, Nikolaus Kretz, Gert Bergmann und Thomas Pleli hat im Vorjahr schon im Mühlviertel investiert, als sie die Indoor-Zanderzucht von Böhmerwaldfisch in Ulrichsberg übernommen hat und nun den Zander in der gehobenen Gastronomie vermarktet.

Neustart für Hofmann

Seit Anfang des Jahres wurde das operative Geschäft am Standort in Hellmonsödt wiederaufgenommen. 20 Arbeitsplätze konnten damit gesichert werden.

„Mit Hofmann konnten wir eine echte Perle der österreichischen Mittelstandslandschaft sichern“, freut sich Ulrich Kallausch von Pure Investments. Immerhin blickt das 1946 gegründete Unternehmen auf eine stolze Vergangenheit voller Patente, renommierter Kunden und Vorzeigeprodukte zurück.

Die Bauteile von der Firma Hofmann kommen in sicherheitssensiblen Bereichen wie  Luftfahrt, Verteidigung oder auch im E-Mobility-Sektor zum Einsatz, wo besonders leichte und hochfeste Strukturbauteile benötigt werden. Entsprechend hoch war daher auch das Interesse der Kunden am Weiterbestand des Technologiepartners.

Konzentrieren auf Kernkompetenzen

Der Neustart als Hofmann Industrieofenbau ist zunächst mit einer reduzierten Kernmannschaft vorgesehen. „Jetzt stehen geplante Wartungen bei Großkunden an, auch die Anlagenfertigung wird wieder hochfahren – die entsprechenden Aufträge sind im Haus.“ Dann werden stufenweise auch die früheren Kollegen aus Technik, Projektmanagement, Entwicklung und Inbetriebnahme wieder aufgenommen. 

Pure Investments fokussiert als Restrukturierungsspezialist auf heimische, produzierende Unternehmen, die sich trotz Zukunftspotenzials in einer Krise befinden. 


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