Energiegemeinschaften gestalten die Energiewende in Urfahr West mit
URFAHR-WEST. Das Netzwerk an Erneuerbaren Energiegemeinschaften (EEG) wächst stetig in der Region Urfahr West. Mit einem Beitritt lässt sich regionaler Sonnenstrom auch ohne eigene Photovoltaikanlage nutzen.

Rund 20 EEGs wurden in der Region Urfahr West bereits gegründet, etwa in Feldkirchen, Eidenberg, Gramastetten, Lichtenberg, Puchenau, St. Gotthard und Puchenau. Das Versorgungsgebiet der EEG hängt vom Umspannwerk ab, geht also über die Gemeindegrenzen hinaus. Bei einem Netzwerktreffen der EEG in der Klima- und Energiemodellregion Urfahr West wurden Erfahrungen ausgetauscht und gegenseitige Unterstützung vereinbart, um gemeinsam die regionale Energiewende aktiv mitzugestalten. „Eine gewisse Preisstabilität ist für die Bürgerinnen und Bürger gerade in Zeiten internationaler Krisen sehr wertvoll. Erneuerbare, saubere Energie in der Region zu teilen, macht wirtschaftlich und ökologisch Sinn“, ist KEM-Managerin Felicitas Rubasch überzeugt.
Das Prinzip ist einfach: Überschüssiger Solarstrom, der etwa zur Mittagszeit entsteht, wird innerhalb der Gemeinschaft weitergegeben. Reicht dieser nicht aus, erfolgt die Versorgung automatisch über den bisherigen Stromanbieter.
Mehr Unabhängigkeit und mehr Wertschöpfung für die Region
Die Vorteile für Mitglieder sind mehr Unabhängigkeit von den Preisschwankungen großer Stromanbieter, niedrigere Netzkosten, regionaler Ökostrom und eine Wertschöpfung, die in der Region bleibt. Auch finanziell lohnt sich die Teilnahme: Je nach Modell können Netzkosten und Abgaben um bis zu 57 Prozent (lokale EEG) beziehungsweise 28 Prozent (regionale EEG) reduziert werden.
EEGs sind meist als Vereine organisiert, arbeiten ohne Gewinnabsicht und leben vom Engagement ihrer Mitglieder. Netzwerktreffen fördern den Austausch und unterstützen den weiteren Ausbau in der Region. www.regionuwe.at


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