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FELDKIRCHEN/DONAU. Seit 60 Jahren ist das Faustschlössl hoch über der Donau ein Wahrzeichen, Ausflugsziel und wichtiger Impulsgeber für den Tourismus in Feldkirchen.

Das sagenumwobene Hotel und Restaurant hoch über der Donau (Foto: Faustschlössl)
Das sagenumwobene Hotel und Restaurant hoch über der Donau (Foto: Faustschlössl)

Das traditionsreiche Haus, geführt von der Familie Zauner, ist seit den 1960er-Jahren beliebter Treffpunkt für Wanderer, Radfahrer, Golf-Begeisterte und Kulturinteressierte. Für Feldkirchen ist das Faustschlössl nicht nur Gastronomiebetrieb, sondern ein wertvoller Frequenzbringer, der das touristische Image der Tourismusgemeinde prägt.

Rund um das Haus rankt sich zudem eine der bekanntesten Sagen der Region: Der Legende nach soll Doktor Faust hier Rast gemacht und einen geheimnisvollen Pakt geschlossen haben. Diese Geschichte prägt bis heute die besondere Atmosphäre des Ortes und wird gerne an Besuchende weitergegeben.

Die Dr. Faust-Sage

Im Fauststöckl zu Landshaag lebte einstmals Dr. Faust. Da er mit dem Teufel im Bunde war, vollführte er allerlei Zauberkunststücke. So war es auch der Teufel, der ihm das Schlössl am Steilhang zur Donau erbaute.

Faust hatte dem Teufel unter der Bedingung seine Seele verschrieben, dass ihm dieser jeden Wunsch augenblicklich erfülle. So kam es, dass Dr. Faust dem Teufel immer schwierigere Aufgaben stellte, um ihn auf diese Weise zu überlisten. Einst wollte Faust auf der Donau kegeln. Der Teufel musste ihm dazu im Wasser eine Kegelbahn errichten. Kaum war jedoch der erste Schub getan, ließ Faust die Kegelbahn wieder abreißen.

Ein anderes Mal erhielt der Teufel den Auftrag, jedes Mal eine neue Brücke zu errichten, wenn Faust über den Strom nach Aschach wollte. Diese Brücke musste vor dem galoppierenden Pferd fertig sein und unmittelbar danach wieder abgerissen werden.

Da der Teufel auch diese Arbeit mühelos erledigte, befahl Faust, innerhalb weniger Minuten eine gepflasterte Straße nach Neuhaus anzulegen. Auch diese Aufgabe löste der Teufel. So vergingen die Tage und schließlich war die Frist abgelaufen und die letzte Nacht des Doktor Faust angebrochen. Der Teufel kam, um Dr. Faust zu sich zu holen. Im Fauststöckl rumorte es bis Mitternacht. Dann hörte man bis ins Dorf ein arges Gepolter und man sah den Teufel mit Faust durch die Luft fliegen. In Bergeshöhe zerriss der Teufel Faust und seitdem war von beiden nichts mehr zu sehen. Wo sie aber ausgefahren waren, blieb ein Loch zurück, das sich bis heute nicht vermauern ließ.


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