Grüne Gallneukirchen setzen auf Zusammenarbeit im Gusental
GALLNEUKIRCHEN. Die Grünen Gallneukirchen haben bei ihrer Jahresklausur im Gemeindeamt die Themen für das kommende Jahr besprochen. Im Mittelpunkt standen die Stadtplanung, der Verkehr und der Zugang zu politischen Funktionen. Auch die Zusammenarbeit mit den anderen Gusentalgemeinden war Thema.

Das örtliche Entwicklungskonzept wird überarbeitet. Dazu kommt die Arbeit an einer Zukunftsvision im Rahmen der Dorf- und Stadterneuerung (DOSTE). Die Grünen sehen darin gemeinsam mit ihrer Klimastrategie eine Grundlage für die kommenden Jahre.
Im Sommer wurden „Hitze-Inseln“ im Stadtgebiet untersucht. Die Grünen fordern, diese Daten bei der künftigen Stadtplanung zu berücksichtigen.
Straßenraum für alle gestalten
Der Ausbau der Nahwärme führt in Gallneukirchen zu Baustellen und täglichen Staus. Die Grünen wollen Alternativen zum klassischen Durchgangsverkehr prüfen. Ihr Ziel ist, den Straßenraum fair zwischen allen Verkehrsteilnehmern aufzuteilen.
Nach Angaben der Grünen dauert es nach Abschluss der Straßenbauarbeiten ungefähr ein Jahr, bis sich das Erdreich endgültig gesetzt hat. Erst dann sei eine Gestaltung der Straßenoberfläche sinnvoll. Darin sehen sie eine Möglichkeit, die Straßen kostengünstig funktionaler, barrierefreier und besser an das Klima angepasst zu gestalten.
Mehr als 900 Parkplätze nutzen
Auch die Nutzung der Parkplätze war Thema. Laut den Grünen stellt die Gemeinde mehr als 900 Parkplätze bereit. Aus ihrer Sicht fehlen daher nicht die Stellplätze. Vielmehr gehe es darum, diese sinnvoll zu bewirtschaften.
Die Grünen wollen den verfügbaren Platz fair aufteilen und die Erreichbarkeit der örtlichen Unternehmen verbessern. Alle Beteiligten sollen in diesen Prozess eingebunden werden.
Politische Arbeit familienfreundlicher machen
Ein weiterer Schwerpunkt war der Zugang von Frauen zu politischen Funktionen. Die Grünen beschäftigten sich mit der Frage, wie ehrenamtliche Gemeindepolitik gestaltet werden kann, damit sich Bürger selbst politisch einbringen können.
Als Hindernis nannten sie Sitzungen, die oft am Abend stattfinden und lange dauern. Wer daran teilnimmt, brauche häufig einen Partner, der in dieser Zeit die Aufgaben zu Hause übernimmt. Auch die Anliegen von Frauen, Familien und Alleinerziehern wurden besprochen.
Gemeinden im Gusental arbeiten zusammen
Die Grünen betonten die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg. Bereits im August trafen sich grüne Vertreter der Gusentalgemeinden zur ersten gemeinsamen Klausur in Katsdorf, Bezirk Perg. Das Treffen fand im Gemeindezentrum „Im Hof“ statt, der ehemaligen landwirtschaftlichen Fachschule. Das Gebäude wurde im Rahmen des „Brachflächendialoges“ untersucht und wird heute für verschiedene Zwecke genutzt.








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