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BEZIRK VÖCKLABRUCK. Die Kriminalität im Bezirk konnte auf einem niedrigen Level gehalten werden. Dies gab die Bezirkspolizei bei der Präsentation ihrer Jahresbilanz bekannt.

Bezirkspolizeikommandant Franz Scheiböck, stellvertretender Bezirkspolizeikommandant Hermann Krenn und Gerhard Lenzeder vom Kriminalreferat (v.l.)

Die Beamten konnten einen Großteil der Straftaten klären und die Täter ausforschen. Durch das immer wichtiger werdende Zusammenspiel von Wahrnehmungsmeldungen aus der Bevölkerung, den Spurensicherungseinheiten und den erkennungsdienstlichen Akten konnten auch heuer wieder mehrere Taten geklärt werden. Insgesamt wurden 34 positive DNA- Rückmeldungen erwirkt, wovon acht DNA-Treffer namentlich zugeordnet werden konnten. Bei 21 verwertbaren Fingerabdruckspuren konnten ebenfalls vier namentlich zugeordnet werden. „Diese Spuren sind oftmals für die Polizei erst der Anfang der Klärung von großen Serien“, so Gerhard Lenzeder vom Kriminalreferat der Bezirkspolizei Vöcklabruck. Er bittet die Bevölkerung, weiterhin verdächtige Wahrnehmungen zu melden. „Lieber einmal zu viel anrufen, als einmal zu wenig.“

66 Personen inhaftiert

Im Vorjahr konnten im Bezirk Vöcklabruck neben zahlreichen Hausdurchsuchungen, freiwilligen Nachschauen, Telefonüberwachungen und Observationen insgesamt 66 Personen in die Justizanstalt Wels überstellt werden. „Es freut uns, dass die Polizei beinahe alle größeren Seriendelikte, aufsehenerregenden Fälle, überregionale Suchtmitteldelikte und so weiter einer Klärung zuführen konnte“, zieht Lenzeder positive Bilanz.

Auch seine Kollegen vom Verkehrsreferat halten dem immerwährenden Thema von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr mit zahlreichen Kontrollen Einhalt. So wurden beispielsweise bei der jährlichen Schwerpunktkontrolle im Dezember in einer Nacht dank 519 Vortesteranwendungen und 17 Alkomatuntersuchungen insgesamt 13 Verkehrsübertretungen angezeigt. „Das sind zwar weniger als bei der Kontrolle 2016, aber immer noch zu viel“, so Hermann Krenn, stellvertretender Bezirkspolizeikommandant.

Im heurigen Jahr bleibt nicht nur der Kampf gegen beeinträchtigte Autolenker als Schwerpunkt bestehen, auch das Telefonieren am Steuer, Angurten und die entsprechende Verwendung von Kindersitzen wird vermehrt kontrolliert. Aktuelles Thema wird auch das „Gefahrenstellenmanagement“ sein. Hier gilt es, im Rahmen des Streifendienstes Gefahrenstellen im Verkehr, wie etwa Plakate oder Sträucher, zu erkennen und zu bereinigen. Zur besseren Verkehrsflüssigkeit wird heuer auch die Baustellenbeschilderung vermehrt kontrolliert. „Damit soll einerseits sichergestellt werden, dass die Geschwindigkeitsbeschränkungen nur dann aufgestellt werden/bleiben, wenn sie erforderlich sind, wodurch andererseits die Akzeptanz der Verkehrsteilnehmer für die Zeit erhöht wird, an denen sie gelten“, weiß Krenn.

Bombendrohung

Eine umfangreiche Jahresbilanz zog auch das Einsatzreferat: Unter anderem mussten zehn Tauchunfälle, 15 Sommergroßveranstaltungen, zwei Risiko-Fußballspiele, 48 Suchaktionen im Bezirk, der Besuch der Niederländischen Königsfamilie, Wahlveranstaltungsüberwachungen, eine Evakuierung nach einer Bombendrohung und sechs Großeinsätze mit dem Arbeitsinspektorat abgearbeitet werden. Zuletzt sorgten die Kontrollen nach dem Pyrotechnikgesetz für Aufsehen.


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