Drogenspürhund „Franka“ fand Suchtgiftversteck hinter Kellertüre

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Martina Ebner Martina Ebner, Tips Redaktion, 08.10.2019 11:25 Uhr

BEZIRK VÖCKLABRUCK. Mit vier Festnahmen endeten umfangreiche Erhebungen des Kriminalkommandos Vöcklabruck. Dabei konnte ein „Familienbetrieb“ aufgeforscht werden, der von Jänner bis August große Mengen Suchtmittel in den Bezirken Vöcklabruck und Gmunden gewinnbringend verkauft hat.

Konkret stehen die 45-jährige Haupttäterin, ihre Tochter (22), ihr Sohn (17) und Lebensgefährte (29) sowie der Untermieter (28) der Familie im Verdacht, einen Suchtmittelhandel in Form eines Online Bestell- und Lieferservices durchgeführt zu haben.

Beinahe täglich konnten sich die nun teilweise bekannten Suchtmittelkonsumenten bis 18 Uhr bei einem verschlüsselten Chatforum anmelden und diverse Bestellungen abgeben. Anschließend wurde in unterschiedlichen Konstellationen der Tätergruppe das Suchtmittel abgewogen, verpackt, eine Auslieferungsroute zusammengestellt und anschließend die Suchtmittel mit dem Auto geliefert. Die Abnehmer bekamen lediglich eine Bestellbestätigung samt Zeit und Treffpunkt der Übergabe.

14-jährige Personen unter den Abnehmern

Bei einer Hausdurchsuchung konnten im Wohnbereich größere Mengen verschiedener Suchtmittelarten sichergestellt werden. Der Suchtmittelspürhund „Franka“ der Polizeiinspektion Laakirchen signalisierte jedoch auch mehrmals hinter einer verschlossenen Kellertüre ein Suchtmittelversteck. Da die Haupttäterin den Zugang dieses Raumes verweigerte, wurde die Türe von den Beamten gewaltsam geöffnet. Dabei konnte schließlich der „Bunker – und Abpackraum“ und weitere große Mengen Suchtmittel gefunden werden.

Im Zuge der Einvernahmen wurde bekannt, dass bei diversen öffentlichen Auslieferungstreffpunkten teilweise bis zu zehn Suchtgift-Konsumenten auf den „Auslieferer“ gewartet hatten. Besonders bedenklich ist, dass sich unter den Abnehmern auch 14-jährige Personen befanden, welche sich unbeschwert mit Suchtmittel aller Art (Cannabis, Speed, XTCund ähnlichem) eindeckten. An ertragreichen Tagen konnte ein Umsatz von über 4.000 Euro erwirtschaftet werden.

Bei der Hausdurchsuchung konnten außerdem in einem Aktenvernichter noch geschredderte Aufzeichnungen von den Suchtmittelverkäufen gefunden werden. Sie belegen den Verkauf von insgesamt rund sechs Kilo Marihuana, 1,8 Kilo Amphetamin (Speed), 300 Stück XTC, 170 Portionen Magic-Mushrooms sowie verschiedenster anderer verbotener Substanzen wie Kokain oder Ketamin. Der Straßenverkaufswert beläuft sich hierbei auf mehr als 100.000 Euro.

Die Täter zeigten sich großteils geständig. Sie wurden in die Justizanstalten Wels und Ried eingeliefert und befinden sich derzeit in U-Haft. Der 17-jährige Sohn wurde auf freiem Fuß angezeigt.

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