Anton-Faistauer-Preisträgerin Lena Göbel stellte im Kubinhaus in Wernstein/I. aus
FRANKENBURG/WERNSTEIN/I. Im Kubinhaus von Zwickledt in Wernstein am Inn besuchte der Frankenburger Bürgermeister Heinz Leprich die vielbeachtete Ausstellung seiner „Nachbarin“, der 36-jährigen Frankenburger Künstlerin Lena Göbel.

Dort zeigte sie mit Matthias Bernhard aus Tirol ein Projekt zu Alfred Kubins letzten Werken. Lena Göbel fertigt in der Schlosserei ihres Großvaters im ehemaligen Gasthaus Moser, das gleich neben dem Gemeindeamt liegt, riesige Holzschnitte, die sie auch mit anderen Materialien verbindet. Sie will die Menschen dazu bringen, sich mit den verborgenen Botschaften der Dinge auseinanderzusetzen. Dabei kann ihr Umgang mit Brauchtum und Tradition Irritation auslösen. Das liegt aber nicht an mangelnder Wertschätzung, sondern an einer künstlerischen Form von Ironie, etwa wenn sie die Jagd thematisiert oder die Goldhaube in einen zeitgemäßen Kontext setzt.
Preis hat hohe Wertigkeit
Heuer wurde Lena Göbel aus Frankenburg unter 79 Bewerbern für den nur alle drei Jahre vergebenen und sehr begehrten Anton-Faistauer-Preis ausgewählt. Mit ihrer stilistischen Eigenständigkeit und authentischen Bildsprache überzeugte die junge Künstlerin die Jury.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden