Briefmarkensammlerverein Vöcklabruck feiert 60jähriges Jubiläum
VÖCKLABRUCK. Der Briefmarkensammlerverein Vöcklabruck besteht heuer seit 60 Jahren. Der Verein kämpft mit Nachwuchsproblemen. Wer die Sammelleidenschaft für sich entdecken möchte, aber auch wer Marken, Briefe oder Postkarten einschätzen lassen will, der ist bei den Vereinsabenden jederzeit gerne willkommen.

Vereinsobmann Alfred Doloscheski spricht die Nachwuchssorgen offen an: „Früher wurde die Briefmarke auch als die ,Aktie des kleinen Mannes“ bezeichnet. Das Problem ist, dass der Werte oftmals falsch eingeschätzt und sich Versprechungen von Wertsteigerungen nicht erfüllten. Erbschaften oder einfach nur Verkäufe brachten nicht den erhofften Geldsegen. Enttäuschung war das Ergebnis, viele wandten sich vom Briefmarkensammeln ab.“ Zu Unrecht eigentliche: Marken zeigen oftmals Personen, Landschaften und Architektur in einem bestimmten historischen Kontext. Man lernt also Geschichte. Und gerade bei alten Marken waren die Bilddarstellungen eigene Kunstwerke der Druckkunst.
Während man früher häufig einzelne Marken sammelte, konzentriert man sich heutzutage auf das „gesamte Poststück. Und es zählen Besonderheiten, wie halbierte Marken, oder wer, wann an wen Briefe und Karten geschickt hat. Historische Ansichtskarten sind wertvoll. „Im Zeitraum der Klassik – von 1850, als die 1. österreichische Briefmarke herausgegeben wurde, bis 1880 – ist wertmäßig alles möglich“, so Doloscheski, der sammlerisch spezialisiert ist auf das Kaiserreich Österreich von 1850 bis 1863 sowie auf Vöcklabruck vom Ende der Monarchie bis zur zweiten Republik.
Der Briefmarkensammlerverein Vöcklabruck lädt am Samstag, 23. Juni, um 18 Uhr zu seinem 60-Jahr-Jubiläum Mitglieder samt Begleitung zu einem Feierabend in das Hotel Auerhahn ein. Jeden ersten und dritten Freitag im Monat trifft man sich in der AK Vöcklabruck bei den Vereinsabenden.


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